Säurehaltige Getränke schädlich
Künstlicher Speichel remineralisiert Erosionen
Durch säurehaltige Getränke verursachte Erosionen können mit Hilfe von künstlichem Speichel zumindest teilweise remineralisiert werden, wie Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie aufzeigen.
Zahnerosion ist ein in der zahnärztlichen Praxis häufig anzutreffendes Problem insbesondere bei Jugendlichen und Kindern, da diese gern säurehaltige Erfrischungsgetränke konsumieren. US-amerikanische Wissenschaftler untersuchten jetzt unter In-vitro-Bedingungen die Härte des Zahnschmelzes nach Einwirkung säurehaltiger Getränke und Remineralisierung durch künstlichen Speichel.
Als Probekörper dienten menschliche extrahierte Zähne. Nach Desinfektion und Einbettung in Kunststoff wurden die Proben in Coca-Cola® oder destilliertem Wasser für 1, 2 und 3 Stunden gebadet, ein Teil wurde anschließend mit künstlichem Speichel (Salivart®, Gebauer) behandelt. Die Vickers-Härte der Zahnhartsubstanz wurde dann maschinell (Vickers Indenter, CSM® Instruments) bestimmt und die Daten statistisch ausgewertet.
Nach Einwirkung des säurehaltigen Getränkes nahm die Härte auf 92,6% (1h), 93,25% (2h) und 85,7% (3h) ab, bei der Kontrolle mit Wasser war keine signifikante Veränderung der Eigenschaften festzustellen. Schließlich gelang eine partielle Remineralisation durch den künstlichen Speichel, die Härte konnte hierbei im Vergleich zu den demineralisierten Proben um 18% gesteigert werden.



