
Farbbestimmung von Zahnersatz
Gute Ergebnisse bei der Farbbestimmung mit Digitalkameras
Kosmetisch hochwertige Restaurationen setzen eine exakte Bestimmung der Zahnfarbe voraus. Inwieweit dabei konventionelle digitale Spiegelreflexkameras einsetzbar sind, zeigen Untersuchungen der Universität Ohio.
Um den hohen ästhetischen Ansprüchen in der Zahnheilkunde heutzutage gerecht zu werden, ist eine möglichst exakte Farbauswahl bei konservierenden und insbesondere prothetischen Restaurationen von besonderer Bedeutung. In den meisten Praxen erfolgt diese Farbauswahl mittels visuellem Vergleich. Zunehmend werden jedoch auch digitale Kamerasysteme eingesetzt. Diese erweisen sich vor allem bei der Kommunikation mit dem Labor als hilfreich. Voraussetzung für einen optimalen Informationstransfer allerdings ist eine möglichst unverfälschte Farbdarstellung auf den angefertigten Fotos. Inwieweit dies durch verschiedene konventionelle Digitalkameras möglich ist, hat eine aktuelle US-amerikanische Untersuchung gezeigt.
Die Studie hat die Eignung verschiedener digitaler Spiegelreflexkameras für die Farbauswahl und die Darstellung polychromatischer Strukturen, Texturen und der Transluzenz analysiert. Zum Einsatz kamen die Nikon D100, Canon D60 und Sigma SD9. Die Genauigkeit der Farbdarstellung wurde anhand eines experimentellen Setups gemessen, wobei jeweils 329 Aufnahmen jeder Kamera (N=987) hinsichtlich ihrer Farbechtheit mit einem Spektroradiometer überprüft wurden. Die Genauigkeit der Farbdarstellung, Stabilität und Reproduzierbarkeit wurden so untersucht.
Auch digitale Techniken erfordern standardisierte Bedingungen
Die Ergebnisse ergaben, dass alle Kameras eine gute Farbwiedergabe aufwiesen. Unterschiede in der Zahnfarbe ließen sich also gut darstellen. Die Farbinformation ist jedoch abhängig von der jeweils verwendeten Kamera. Zum Erlangen reproduzierbarer Ergebnisse empfehlen die Wissenschaftler deshalb die Erhebung eines Farb-Kalibrierungs-Protokolls. Als potenzielle Fehlerquellen wurden des Weiteren instabile Lichtverhältnisse ausgemacht: Die Stabilität der optischen Darstellung hing entscheidend von konstanten Lichtverhältnissen ab. Dies werteten die Wissenschaftler als wichtigen Faktor, den es zu berücksichtigen gilt. Ähnlich der visuellen Farbbestimmung führt auch bei digital unterstützten Methoden kein Weg an standardisierten Bedingungen vorbei.






