
Mundhygiene und Ästhetik
Ästhetisches Empfinden und Mundhygiene hängen oft zusammen
Patienten mit ästhetisch ansprechenden Zähnen nach kieferorthopädischer Behandlung zeigen statistisch eine bessere Mundhygiene und Plaquekontrolle als Patienten, bei welchen keine derartige Therapie statt gefunden hat. Das konnten deutsche und niederländische Forscher jetzt in einer Studie nachweisen.
Es deutet einiges darauf hin, dass Zusammenhänge zwischen der subjektiv empfundenen Schönheit eines Menschen und seiner Gesundheit bestehen. So tendieren attraktive Menschen - statistisch betrachtet - eher dazu, gesundheitsfördernde Verhaltensweisen und körperliche Übungen durchzuführen als weniger attraktive. Forscher der Universitäten Mainz und Amsterdam beschäftigten sich jetzt mit dem Zusammenhang zwischen dentaler Ästhetik, Kieferorthopädie und der Mundgesundheit.
298 Patienten im Alter von 18 bis 30 Jahren nahmen an der Studie teil. Über Fragebögen wurden Daten zur Mundhygiene, Hygienemaßnahmen und zur eigenen Wahrnehmung der Mundgesundheit erhoben. Die ästhetische Komponente wurde durch den Score index of orthodontic treatment needs" und die Mundhygiene durch den Index nach Quigley-Hein erfasst. Die statistische Auswertung erfolgte mittels ANOVA.
Ästhetisch bewusste Menschen zeigen gesundheitsförderlicheres Verhalten
Patienten mit einer hohen Punktzahl im Ästhetik-Index wiesen dabei ein signifikant höheres Maß an gesundheitsförderlichem Verhalten auf als Patienten mit schlechten Ergebnissen im ästhetischen Bereich. Zudem zeigten Patienten, die bereits eine kieferorthopädische Behandlung hinter sich hatten, eine bessere Mundhygiene und waren sich der Wichtigkeit dieser Maßnahmen eher bewusst. Aus diesen Ergebnissen kann geschlossen werden, dass dentale Ästhetik und kieferorthopädische Therapie eine durchaus wichtige Rolle spielen bei der Erklärung der unterschiedlichen Verhaltensweisen und Einstellungen zur Mundhygiene und oralen Gesundheit, so das Resümee der Autoren.






