
Bleaching-Verfahren
Vorsicht vor Hitzeaktivierung beim Bleaching
Die aktuelle Studienlage erlaubt keine eindeutige Aussage, ob Hitze den Bleachingprozess aktivieren oder beschleunigen kann. Negative Effekte auf das Pulpagewebe sind dabei nicht auszuschließen.
Wachsende ästhetische Ansprüche haben dazu geführt, dass immer mehr Patienten ihre Zahnfarbe aufhellen wollen. In-Office-Bleaching erfreut sich daher wachsender Beliebtheit. Dabei kommt häufig 30-35% Wasserstoffperoxid zum Einsatz. Ein gängiges Verfahren nutzt Licht bzw. Hitze, um den Prozess des Bleichens zu aktivieren oder zu beschleunigen. Wie effizient diese Methode ist und welche Nebenwirkungen sie haben kann, das haben Wissenschaftler der Universitäten Zürich und Göttingen nun in einem Review analysiert.
Dazu führten die Autoren eine Datenbankanalyse durch. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Hitzeeinwirkung das Pulpagewebe irritieren kann. Zudem erlaubt die aktuelle Studienlage keine Aussage darüber, ob die Hitzeaktivierung zu einem besseren Bleaching-Ergebnis führt.
Hitzeaktiviertes Bleaching nur nach gründlicher Abwägung
Die Studienautoren raten daher, dass die Methode des hitzeaktivierten Bleachings nur nach gründlicher Abwägung der physischen und pathophysiologischen Faktoren erfolgen sollte. Zudem sollte sich der behandelnde Zahnarzt dabei streng an die Empfehlungen des Herstellers halten.






