Kinder beim Zahnarzt
Behandlungsführung bei ängstlichen Kindern
Eine britische Studie zeigt, dass Angstpatienten im Kindesalter durch Tests gut herausgefiltert und eingeschätzt werden können. Die Ergebnisse deckten sich in der Studie größtenteils mit der subjektiven Einschätzung der Behandler.
Testergebnisse decken sich mit der Einschätzung der Behandler
Das Ausmaß der präoperativen Ängstlichkeit war hierbei in der Gruppe LAS deutlich höher als in der Vergleichsgruppe. Postoperativ zeigten sich keine signifikanten Differenzen. Während des Eingriffes fielen lediglich 11% der Patienten auf, darunter 82% aus der Gruppe mit Ruhigstellung. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sich die subjektive Einschätzung des Behandlers meist mit der objektiven Erfassung des Angstpotenzials durch Tests deckt, diese sollten aber möglichst zur Ergänzung der Diagnostik eingesetzt werden.
Untersuchungen zufolge fürchten bis zu 49% der Erwachsenen und zwischen 3 und 21% der Kinder den Gang zum Zahnarzt. Man vermutet, dass derartige Ängste oft in der Kindheit entstehen, daher ist es von großer Wichtigkeit, kindliche Angstpatienten zu identifizieren und gesondert zu behandeln. Britische Wissenschaftler erprobten verschiedene klinische Tests zum Angstpotenzial und verglichen sie mit der subjektiven Einschätzung der Behandler.
100 Kinder im Alter von 8 bis 15 Jahren nahmen an der Studie teil. Sie wurden durch die Behandler in die Gruppen Lokalanästhesie - LA" (geringe Angst) und Lokalanästhesie plus Sedation - LAS" (höhere Angst) eingeteilt. Die Patienten füllten zudem mehrere standardisierte Fragebögen aus (State-Trait Anxiety Inventory for Children" - STAIC, Venham Picture Test" - VPT, Child Fear Survey Schedule" - CFSS-DS), und ihr Verhalten während der Behandlung wurde dokumentiert.



