
Atemstörungen im Schlaf
Bei schlafbezogenen Atemstörungen hilft eine Biss-Schiene
Eine Biss-Schiene zeigt bei schlafbezogenen Atemstörungen (Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom, OSAS) ähnlich gute Therapieerfolge wie die maschinelle Überdruck-Beatmung. Ein entscheidender Vorteil der Biss-Schiene: Sie erzielt bei den Betroffenen eine bessere Akzeptanz und Mitarbeit.
Zu den Leitsymptomen des Schlafapnoe-Syndroms zählen Tagesschläfrigkeit, nächtliche Atemstillstände und Schnarchen. Die Betroffenen verursachen vermehrt Verkehrsunfälle, die oft auch besonders schwer verlaufen. Darüber hinaus ist die Sterblichkeit nach Herz- und Kreislauferkrankungen bei diesen Patienten erhöht.
Zur Behandlung der Schlafapnoe gibt es unterschiedliche Ansätze. Die Reduktion von Übergewicht fällt darunter, aber auch eine verbesserte Schlafhygiene kann bei leichten OSAS-Fällen zum Erfolg führen.
Reichen diese Maßnahmen nicht aus, bieten sich Biss- oder Protrusionsschienen oder eine maschinelle Überdruckbeatmung an. Biss-Schienen stellen den Mundrachenraum weit, indem sie den Unterkiefer um einige Millimeter nach vorne verlagern. Bei leichten bis mittelschweren Verlaufsformen lassen sich so bei zwei Dritteln der Patienten gute Therapieerfolge erzielen, vergleichbar zur maschinellen Überdruckbeatmung. Dabei weisen die Biss-Schienen aber zwei entscheidende Vorteile gegenüber der Überdruckbeatmung auf: Sie sind kostengünstiger und werden von den Patienten besser toleriert. Wichtig bei allen Ansätzen ist jedoch die regelmäßige Kontrolle des Apnoe-Hypopnoe-Index.






