Zahnprophylaxe bei Down-Syndrom-Patienten
Regelmäßige Prophylaxe bei Patienten mit Down-Syndrom
Regelmäßige Prophylaxesitzungen können das Fortschreiten parodontaler und oraler Erkrankungen beim Down-Syndrom effektiv unterbinden oder verzögern. Zu diesem Ergebnis kamen japanische Wissenschaftler in einer klinischen Studie.
Patienten mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) haben ein stark erhöhtes Risiko, an Parodontose zu erkranken. Hierfür werden neben Einschränkungen in der häuslichen Oralhygiene auch Chemotaxisdefekte der Granulozyten und weitere Störungen der Immunabwehr verantwortlich gemacht. Eine japanische Studie untersuchte jetzt in einer klinischen Studie den Einfluss regelmäßiger Prophylaxesitzungen bei jungen Down-Patienten.
24 Patienten mit Down-Syndrom (Durchschnittsalter: 20,8) nahmen an der Studie teil. 13 Patienten unterzogen sich regelmäßigen Prophylaxesitzungen (Durchschnittsintervall: 3,7 Monate), 11 weitere waren länger als ein Jahr nicht beim Zahnarzt gewesen. Die Entwicklung und das Fortschreiten parodontaler Schädigungen wurde anhand klinischer, radiologischer und mikrobiologischer Parameter dokumentiert. Die statistische Auswertung erfolgte mittels Mann-Whitney- und Fischer-Test.
Regelmäßige Vorbeugung wichtig für Down-Patienten
Patienten mit regelmäßigen Prophylaxesitzungen erreichten dabei günstigere Werte bei Sondierungstiefe und Knochenverlust, und es konnten weniger Keime des roten Komplexes" (BANA-positive Erreger P. gingivalis, T. denticola, T. forsythensis) isoliert werden. Aufgrund dieser Ergebnisse fordern die Autoren regelmäßige Prophylaxesitzungen in der Betreuung von Down-Patienten, da diese ein Fortschreiten parodontaler Erkrankungen effektiv verhindern können.



