Osteoporose erkennen
Osteoporose-Screening durch den Zahnarzt?
Panoramaaufnahmen des Gebisses routinemäßig in Zahnarztpraxen durchgeführt könnten als Osteoporose-Screening dienen: Patienten mit niedriger Knochendichte sind möglicherweise auf diese Weise zu identifizieren, so Studienergebnisse. Weitere Untersuchungen sind nötig, um Klarheit zu bringen.
Knochendichtemessungen sind teuer und ein Screening mit diversen radiologischen Methoden somit nicht immer kosteneffektiv. Eine Routineuntersuchung wie die Panoramaaufnahmen in Zahnarztpraxen könnte eventuell helfen. Der Zusammenhang zwischen Osteoporose und Knochenverlust der Kiefer, parodontalen Erkrankungen oder Zahnverlust wird kontrovers diskutiert. Wissenschaftler haben nun 97 Studien zu diesem Thema näher analysiert. Von Interesse waren u.a. Untersuchungen zu technischen Verfahren oder ein Vergleich zwischen skelettaler und Unterkiefer-Knochendichtemessung sowie Studien zu osteoporosebedingten oralen Veränderungen.
Kontroverse Studienergebnisse verlangen nähere Untersuchungen
Eine Reihe von prospektiven Studien wies auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Osteoporose und einem erhöhten Risiko oraler Veränderungen hin. Ein Beweis existiert allerdings nicht. So sind Osteoporose-Patienten verglichen mit Kontrollpersonen eher gefährdet, Erosionen am Unterkiefer aufzuweisen, auch leichte bis schwer wiegende Veränderungen der Kiefergelenke können die Folge sein. Vor allem die Panoramaaufnahme wird in verschiedenen Studien als eine Screeningoption aufgeführt. Neuere Verfahren wurden auf Grund höherer Kosten seltener untersucht. Mehrere Studien wiesen auf eine positive Korrelation zwischen skelettaler und Unterkiefer-Knochendichte hin, einige sahen diesen Zusammenhang nicht.
Die zum Teil kontroversen Studienergebnisse zeigen auf, dass weitere Untersuchungen zu dieser Thematik von Nöten sind. Weiterführende Studien sollten durchgeführt werden, die insbesondere Alter, Geschlecht oder Ethnie berücksichtigen, um sichere Erkenntnisse zu bringen, schlussfolgert der Autor.






