Krampfadern
Bekomme ich in den Wechseljahren vermehrt Krampfadern?
Das Risiko für Krampfadern steigt in den Wechseljahren. Der Grund ist, dass die Eierstöcke keine Hormone mehr bilden und auch andere Hormondrüsen im Alter in ihrer Funktion nachlassen und schließlich ganz ausfallen. Außerdem legen 60% der Frauen in der Postmenopause an Körperfett zu. Beide Mechanismen erhöhen die freien Fettsäuren im Blut. Diese freien Fettsäuren blockieren die Insulinrezeptoren in den Blutkapillaren, setzen sich an den Gefäßwänden fest und verengen allmählich den Durchmesser der Gefäße. Das steigert den Gefäßwiderstand und damit den Blutdruck. Da die Insulinrezeptoren, die den Zuckergehalt des Blutes steuern, nicht mehr ansprechen, steigt der Blutzuckerspiegel und die Bauchspeicheldrüse muss immer mehr Insulin bilden, um den Zuckerspiegel einigermaßen im Griff zu behalten. Irgendwann kann sie das nicht mehr, und es entsteht in vielen Fällen ein Altersdiabetes (Typ-II-Diabetes). Erhöhte Insulinkonzentrationen wirken aber nicht nur auf die Gefäßwände, sondern fördern auch die Entwicklung der Arteriosklerose weiter. Es entsteht ein Teufelskreis: Die Venen unseres Körpers bekommen ihren Sauerstoff nämlich über die kleinsten Kapillaren. Wird deren Durchblutung gedrosselt, erschlafft die Venenwand und es kommt zu Krampfadern mit den typischen stechenden Schmerzen durch Krämpfe in den Mikrokapillaren und der Venenwand. Dagegen kann Magnesium helfen: Es löst Krämpfe, erweitert die Kapillaren und beugt Thrombosen vor. Auch die Kombination von Magnesium mit Kalium, eigentlich nur den Menschen nach durchgemachtem Herzinfarkt prophylaktisch empfohlen, ist recht wirksam.



