
Rat zur Tat
Von Beruf Wechseljahrsberaterin
Ärzte sind oft nicht die richtigen Ansprechpartner für Frauen in der Lebensmitte. Verschiedene Organisationen bieten daher die Weiterbildung zur Wechseljahrsberaterin an.
Gesellschaft für Geburtsvorbereitung
Brigitte Maas hat ihre Ausbildung zur Wechseljahrsberaterin bei der Gesellschaft für Geburtsvorbereitung (GfG) absolviert. Teilnehmerinnen im Alter von mindestens 38 Jahren, die über eine abgeschlossene Berufsausbildung möglichst im medizinischen, sozialen, pädagogischen oder psychologischen Bereich verfügen, erfahren hier alles über die körperlichen, psychischen und sozialen Seiten der Wechseljahre. Zum letzten Punkt gehört übrigens auch das Thema finanzielle Altersvorsorge. "Das Besondere an unserem Ansatz ist, dass wir die Wechseljahre ganzheitlich sehen", berichtet Maas, die auch Ausbilderin bei der GfG ist.
Die GfG-Weiterbildung ist berufs- bzw. familienbegleitend konzipiert. Sie umfasst 20 Tage mit je acht Unterrichtsstunden als Block - oder Wochenendseminare Präsenzunterricht sowie zusätzlich Eigenstudium und Hospitation. Frauen ohne methodische Kenntnisse rät Maas, zunächst einen Vorkurs zum Gruppenleiten zu besuchen.
Care for Women / MenoCare
Ende 2005 hat die GfG Konkurrenz durch die niederländische Organisation "Care for Women" bekommen. Aus diesem Vorreitermodell ist inzwischen MenoCare hervorgegangen. MenoCare hat das niederländische Weiterbildungskonzept zur Wechseljahresberaterin für den deutschen Gesundheitsmarkt weiterentwickelt. Die Fortbildungsangebote wenden sich an Frauen im Alter ab 38 Jahren, die durch ihre Berufsausbildung oder berufliche Erfahrung medizinische Grundlagen aufweisen. Zudem sollten sie idealerweise berufliche Erfahrungen im Umgang mit Menschen gesammelt haben.
Die Grundausbildung ist in zwei sechstägige Blockseminare sowie ein Wochenendseminar gegliedert. "Unseren Kursteilnehmern vermitteln wir nicht nur das medizinische Fachwissen, sondern schulen sie darüber hinaus in der personenzentrierten Beratung und geben Ihnen Schlüsselqualifikationen für einen erfolgreichen Start der eigenen Beratungsstelle mit", so Gretel Farny, Wechseljahresberaterin und Ausbildungsdozentin bei MenoCare. Das Unternehmen begleitet die Kursteilnehmerinnen zudem nach Abschluss der Weiterbildung in der Start- und Etablierungsphase ihrer eigenen Beratungsstelle. "Die Einbindung in unser Beraternetzwerk und die gegenseitige Unterstützung hilft und motiviert zusätzlich", so Farny.
Akademie Awela
Seit Oktober 2008 bietet zudem die Akademie für Lebensqualität und Gesundheitsförderung Awela eine Zusatzqualifikation zur "Wechseljahre-Beraterin" an. Die Fortbildung richtet sich an medizinisch-gesundheitliche, psychologische und pädagogische Berufsgruppen. Sie beinhaltet neben medizinischen und psychologischen Aspekten Themen wie Sexualität, Frauengesundheit, Gesprächsführung, Persönlichkeitsbildung und Gesundheitsberatung.
Ziel ist es, Frauen in Einzelarbeit umfassend zu informieren und spezifische Lösungen mit ihnen zu entwickeln. Die Kurse werden von der Düsseldorfer Ärztin Karin Haschenburger und der Münchner Wechseljahre-Beraterin Simone Nuß geleitet. Die Fortbildung erfolgt in drei Blöcken à drei Tage.
Weitere Informationen im Internet
Weitere Informationen zu den Fortbildungsangeboten finden sich im Internet unter:
www.gfg-bv.de
www.menocare.de
www.awela.de
Wechseljahrsberaterin in der Nähe
Eine Wechseljahrsberaterin in der Nähe können interessierte Frauen auf den Internetseiten der Gesellschaft für Geburtsvorbereitung und von MenoCare ermitteln:
www.gfg-bv.de
MenoCare bietet darüber hinaus eine telefonische Beratungshotline an.




