Kneipp und Co.
Kneipp & Co: Was hilft zusätzlich?
Eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung unterstützen den weiblichen Körper in den Wechseljahren. Sie lindern Hitzewallungen, Gereiztheit und Schlafstörungen und sind ein wirksamer Schutz gegen Osteoporose.
Leichte Kost gegen Wallungen und Erschöpfung
Wer es noch nicht getan hat, sollte spätestens in den Wechseljahren auf ausgewogene, vollwertige Kost umstellen. Das hilft Kaloriensparen und hält drohende Gewichtsprobleme im Zaum. Vorsicht vor zu vielen und falschen Fetten. Prima sind pflanzliche Fette mit viel ungesättigten Fettsäuren in Öl aus Sonnenblumen, Disteln oder Oliven - sie schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem freut sich der Körper während der Hormonumstellung über reichlich Vitamine und Mineralstoffe - am besten aus frischem oder schonend zubereitetem Obst und Gemüse. Leichtes Essen am Abend beugt Problemen beim Ein- und Durchschlafen vor. Aber auch am Tag wirkt es als Muntermacher. Um Osteoporose vorzubeugen, müssen Frauen in den Wechseljahren unbedingt auf ausreichend Kalzium achten. Den Knochen zuliebe also öfter mal Milch, Quark, Joghurt und Hartkäse auf den Speiseplan setzen. Weglassen sollten Frauen hingegen Nahrungsmittel, die wärmend wirken und Hitzewallungen verstärken können. Dazu gehören stark gesalzene und scharfe Speisen sowie Koffein und Alkohol.
Bewegung macht fit und fröhlich
Erfahrungen zeigen: Sportlich aktive Frauen erleben weniger Wechseljahrsbeschwerden. Wer sich regelmäßig bewegt, trainiert seinen Kreislauf. Dabei sollte man ruhig mal ins Schwitzen kommen, denn das übt den Körper darin, extreme Temperaturen leichter zu verkraften und schneller wieder abzukühlen. So ist er gegen Hitzewallungen besser gewappnet. Den gleichen Effekt haben Kneippsche Wasseranwendungen: Wechselduschen z.B. lassen sich problemlos zu Hause durchführen.
Grundsätzlich gilt: Jede Bewegung ist eine Wohltat für Körper und Geist - wenn sie Spaß macht. Wem es zu eintönig ist, einsame Laufrunden zu drehen oder mit Stöcken durch den Park zu walken, sollte es mal mit Tanzen, Badminton oder einem Kurs im Fitnessstudio probieren. Oder möglichst viel Bewegung in seinen Alltag einbauen: Radfahren, öfter mal Treppensteigen und zu Fuß gehen. Sport stärkt die Knochen, hält die Haut länger straff und festigt das Bindegewebe. Spezielle Übungen für den Beckenboden können Blasenschwäche vorbeugen und bessern. Aleitungen zu gezielten Übungen liegen in vielen Frauenarztpraxen aus. Außerdem regt regelmäßige Bewegung den Stoffwechsel und die Kalorienverbrennung an. Das kommt der Figur doppelt zugute: Sie bleibt schlank und behält ihre jugendliche Form, da Muskelmasse nicht abgebaut, sondern neu gebildet wird. Und Sport macht gute Laune! Der Körper setzt dabei Endorphine frei - die killen Stresshormone im Blut, fördern so Ausgeglichenheit und einen tiefen Schlaf.
Entspannt durch die Wechseljahre
Leicht reizbar? Ständig am Grübeln? Schlaflos in der Nacht? Bewusste Entspannung wirkt Wunder! Kleine Auszeiten sind daher äußerst empfehlenswert: ein wohliges Bad nehmen, in einem spannenden Buch versinken, sich von einer Masseurin verwöhnen lassen - Möglichkeiten gibt es unzählige. Vielen Frauen fällt Abschalten jedoch schwer. In solchen Fällen haben sich autogenes Training, progressive Muskelentspannung und Meditation bewährt. Sie lindern Nervosität und Schlafstörungen und verhelfen dauerhaft zu mehr Gelassenheit und innerer Ruhe. Ähnlich positiv auf die Psyche wirken asiatische Techniken wie Yoga, Thai Chi oder Qi Gong. Überdies halten sie den Körper beweglich und fördern die Konzentration.







