Blasenschwäche
Häufig Probleme mit der Blase
Blasenentzündungen, Blasenschwäche, Inkontinenz - zwei von drei Frauen in und nach den Wechseljahren plagen solche Probleme.
Blasenschwäche – wenn beim Niesen Urin fließt
Zwei Drittel aller Frauen in den Wechseljahren haben Probleme mit der Blase, schätzen Urologen. Etwa ein Viertel der Frauen im Alter zwischen 45 und 65 leidet an Blasenschwäche. Bei den 80- bis 90-Jährigen sind sogar um die 60 Prozent betroffen. Eine Ursache für die Blasenschwäche können die Veränderungen im weiblichen Hormonhaushalt sein. Durch den sinkenden Östrogenspiegel reagiert die Blase der Frau stärker auf die reizenden Stoffe im Urin. Dadurch nimmt der Harndrang zu.
Daneben ist ein schwacher Beckenboden ein möglicher Grund für eine Blasenschwäche. Schwangerschaften und Geburten sowie Unterleibsoperationen haben dem Beckenboden oft schon geschwächt. Die abnehmenden Östrogenspiegel sorgen zudem zu einer schlechteren Durchblutung des Beckenbodens, wodurch sich die Beckenbodenschwäche zusätzlich verstärkt. Die Folge ist in vielen Fällen eine Belastungsinkontinenz. Sie äußert sich typischerweise darin, dass Frauen beim Lachen, Niesen, Husten oder Treppensteigen kleine Mengen Harn verlieren, was auch beim Geschlechtsverkehr passieren kann.
Keime können leichter eine Blasenentzündung auslösen
Auch Blasenentzündungen nehmen in und nach den Wechseljahren zu. Die sinkenden Östrogene lassen den pH-Wert der Scheide steigen. Das stört den natürlichen Schutzwall von Vagina, Blase und Harnröhre - Viren und Bakterien haben dadurch leichteres Spiel. Da die Schleimhäute im Genitalbereich im Klimakterium dünner und schlechter durchblutet werden, sind sie anfälliger für Infektionen. Hinzu kommt, dass das Östrogendefizit das Gewebe erschlaffen lässt. Dies kann die Kraft der Blasenschließmuskeln mindern und begünstigt zusätzlich das Eindringen und Aufsteigen von Keimen.







