Mundgeruch

Schlechter Atem muss nicht sein

Schlechter Atem macht einsam. Eine gründliche Zahnhygiene und regelmäßige Zahnarztbesuche helfen dabei, dem weit verbreiteten Übel ein Ende zu bereiten.

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Ein frischer Atem steht für viele für Lebensqualität.
(c) Stockbyte

Kaum ein anderes Thema ist so mit Scham behaftet wie schlechter Atem. Dabei leiden mehr als 15 Millionen Deutsche unter Mundgeruch. Zahlreiche Faktoren beeinflussen, wie wir aus dem Mund riechen. Die Ernährung und Zahnhygiene spielen dabei genauso eine Rolle wie Erkrankungen des Mundraums oder des Verdauungstraktes. Schlechter Atem hat jedoch genaue Ursachen und sind die erst einmal klar, können die übel riechenden Beschwerden in der Regel schnell und effektiv beseitigt werden.

Professor Dr. med. dent. Thomas Kerschbaum, Direktor der Abteilung für vorklinische Zahnheilkunde der Universität zu Köln, rät allen Patienten, mindestens einmal jährlich zum Zahnarzt zu gehen. Schlechter Atem muss so gar nicht erst entstehen. Außerdem sollte mindestens zweimal täglich die Zahnbürste bemüht werden. Obwohl in den meisten wissenschaftlichen Untersuchungen kein konkreter Zusammenhang zwischen Rauchgewohnheiten und Mundgeruch belegt werden konnte, kann sich auch der blaue Dunst kontraproduktiv auswirken. Der Grund: Er erhöht die Gefahr, dass Bakterien im Mund verbleiben und sich munter vermehren.

Lässt die Qualität der Zahntechnik und die Pflege zu wünschen übrig, können sich unter Kronen oder Implantaten Bakterien bilden, die muffigen Atem verursachen. Weitere "Problemzone" können Zahnspangen oder auch das Gebiss sein. Um den üblen Gerüchen den Garaus zu machen, empfiehlt Kerschbaum Prothesen mit einer speziellen Bürste und Zahncreme oder Seife zu reinigen. Bleibt schlechter Atem trotz aller Bemühungen weiterhin bestehen und kann auch der Zahnarzt keinen Auslöser für den Mundgeruch finden, sollte der Hausarzt oder HNO-Arzt zurate gezogen werden.

Autor: Sibylle Fünfstück
Letzte Aktualisierung: 19. Mai 2010
Quellen: djd deutsche journalisten dienste GmbH, Interview mit Prof. (i.R.) Dr. med. dent. Thomas Kerschbaum, Direktor der Abteilung für Vorklinische Zahnheilkunde der Universität zu Köln

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