Zahnhygiene

Gesunde Zähne bis ins hohe Alter

Gesunde Zähne bis ins hohe Alter-89687597.jpg
Outdoor portrait of smiling man
(c) Jupiterimages

Gesunde Zähne wünscht sich jeder. Wer bis ins hohe Alter kräftig zubeißen möchte, ohne um seine Zähne fürchten zu müssen, sollte bereits in jungen Jahren auf eine gründliche Mundhygiene achten.

Schöne Zähne sind gesunde Zähne. Doch nahezu jeder macht früher oder später Bekanntschaft mit Karies oder Parodontose. Karies entsteht durch das Zusammenwirken von Kohlenhydraten und Bakterien. Bakterien bauen die Zucker ab und produzieren dabei Säure, die den Zahnschmelz angreift und so bereits Kinderzähnen schädigen kann. Paradontose, also die chronische Entzündung des Zahnfleisches, droht wiederum häufig erst ab dem mittleren Lebensalter. Wer sich gesunde Zähne erhalten will, sollte bereits in jungen Jahren auf eine gute Prophylaxe und Mundhygiene achten und erste Zahnschäden frühzeitig behandeln lassen.

Gründliches Putzen ist generell die beste Vorsorge gegen Karies und Parodontitis. Mindestens zwei Mal am Tag, und zwar morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen, heißt es die Zahnbürste bemühen. Am besten ergeht es den Zähnen, wenn sie nach jeder Mahlzeit geputzt werden. Nicht immer ist jedoch eine Zahnbürste zur Hand. In diesem Fall den Mund einfach mit klarem Wasser ausspülen und mit einem Zahlpflegekaugummi reinigen. Kaugummis regen den Speichelfluss an und sorgen damit dafür, dass schädliche Säuren, die bei jeder Nahrungsaufnahme entstehen, schneller neutralisiert werden.

Kleine Werkzeuge mit großer Wirkung für gesunde Zähne

Eine geeignete Zahnbürste und fluoridhaltige Zahnpasta sind die wichtigsten Waffen im Kampf gegen Karies und Parodontose, denn sie befreien die Zähne von Kohlenhydraten, die sich an der Oberfläche der Zähne ansammeln. Nach dem Putzen wird die Zahnbürste unter fließendem Wasser gereinigt und mit dem Bürstenkopf nach oben abgestellt, damit sie trocknen kann und sich Mundbakterien weniger leicht ansiedeln können. Da sich mit der Zeit dennoch Keime zwischen den Borsten tummeln, muss die Zahnbürste alle sechs bis acht Wochen gewechselt werden. Außerdem verbiegen sich die Borsten mit zunehmender Benutzungsdauer, und die Reinigungskraft nimmt ab, was sich nachteilig auf gesunde Zähne auswirkt.

Häufig entsteht Karies aber auch in den Zahnzwischenräumen, wo die Zahnbürste nicht hinkommt. Um auch dort Nahrungsresten und Zahnbelag den Garaus zu machen, einmal am Tag Zahnseide oder geeignete Interdentalbürstchen verwenden. Bakterien siedeln sich übrigens auch auf der Schleimhaut der Zunge und des Gaumens an. Entsprechende Beläge gefährden nicht nur gesunde Zähne, sondern sind außerdem die Hauptursache für schlechten Atem. Gründliches Putzen von Zunge und Gaumen mithilfe einer Bürste oder eines speziellen Zungenschabers sollte daher ebenso zur täglichen Routine werden wie das Zähneputzen.

Individualprophylaxe ergänzt die Zahnpflege

Neben der korrekten Mundhygiene spielen regelmäßige Zahnarztbesuche und professionelle Zahnreinigung eine wesentliche Rolle für gesunde Zähne. Vom sechsten bis zum vollendeten 17. Lebensjahr übernimmt die Krankenkasse die Individualprophylaxe einmal im Halbjahr. Dabei werden die Zähne intensiv gereinigt, poliert, fluoridiert und anschließend versiegelt. Ab dem 18. Lebensjahr muss der Patient die Kosten für die Prophylaxebehandlung selbst übernehmen. Bei guter Zahnhygiene und geringem Karies- und Paradontoserisiko genügt es, die professionelle Zahnreinigung einmal im Jahr durchführen zu lassen. Wer ein hohes Risiko hat, sollte die Behandlung alle drei Monate in Anspruch nehmen.

Säurehaltige Speisen greifen gesunde Zähne an

Die richtige Ernährung hat einen großen Einfluss auf gesunde Zähne. Rohkost und Vollkornbrot müssen kräftig gekaut werden, regen den Speichelfluss an und sind daher gut für die Beißerchen. Säurehaltige Nahrungsmittel und Getränke wie Obst, Sekt, Cola und Obstsaft hingegen können auf Dauer den Zahnschmelz angreifen und die Zähne demineralisieren. Daher am besten immer zu den Hauptmahlzeiten genießen und nach dem Essen die Zähne reinigen. Klebrigen Leckereien wie Honig, Bonbons und Schokolade, aber auch stärkereiche Kost wie Haferflocken, Chips und Cornflakes unterstützen die Vermehrung von Karies-Bakterien. Auch hier heißt es also, nach dem Genuss Essensreste von den Zähnen entfernen, um gesunde Zähne zu erhalten.

Zähne putzen - aber richtig!
1 von 14
  • Zähne_gesund-und-weiß.JPG
    Gesunde, schöne Zähne

    Gerade und weiße Zähne sind ein Schmuck für jedes Gesicht. Sie selbst können eine Menge dafür tun, das Gebiss gesund und makellos zu erhalten.

    Thinkstock

  • Zähne_Zahnpflege.JPG
    Zahnpflege-Accessoires

    Dafür stehen in der gut sortierten Drogerie immer neue Hilfsmittel zur Verfügung. Wir zeigen Ihnen, wofür sie gut sind und was sie bringen.

    Thinkstock

  • Zähne_elektrische-Zahnbürste.JPG
    Elektrische Zahnbürste

    Das A und O der Zahnpflege: Zwei Mal täglich putzen - mindestens. Ob Sie mit der Hand oder elektrisch reinigen, ist im Prinzip egal. Allerdings erledigt die elektrische Zahnbürste die richtigen Putzbewegungen automatisch, außerdem müssen sie mit rund zwei statt drei Minuten etwas kürzer putzen, um den selben Effekt zu erzielen.

    Thinkstock

  • Zähne_Handzahnbürste.JPG
    Handzahnbürste

    Wer sich für eine Handzahnbürste entscheidet, muss auf die richtige Putztechnik achten: Die Bürste im 45-Grad-Winkel an den Zahnansatz ansetzen, sanft rütteln und die gelockerten Beläge zur Kaufläche hin auswischen.

    Thinkstock

  • Zähne_Fluorid.JPG
    Die richtige Zahncreme

    Wählen Sie eine fluoridierte Zahnpasta aus. Fluorid härtet den Zahnschmelz und hilft so, Karies vorzubeugen.

    Thinkstock

  • Zähne_Interdentalbürste.JPG
    Interdentalbürstchen

    Allerdings: Nur mit der Zahnbürste erreichen Sie nur 60 Prozent der Zahnflächen, um sie von Karies auslösenden Belägen zu reinigen. Für die schwer erreichbaren Zahnzwischenräume gibt es Interdentalbürsten in verschiedenen Formen und Größen.

    Thinkstock

  • Zähne_Zahnspange.JPG
    Zahnspange säubern

    Die kleinen Bürstchen eignen sich auch zur Reinigung fest sitzender Zahnspangen. Unter den Brackets und Drähten verfangen sich leicht Speisereste, von denen sich zahnschädliche Bakterien ernähren.

    Thinkstock

  • Zähne_Zahnseide.JPG
    Zahnseide

    Wenn die Zähne besonders eng stehen oder die Interdentalbürste aus anderen Gründen Probleme macht, greifen Sie auf Zahnseide zurück. Sie reinigt die Zwischenräume sehr effektiv. Gehen Sie dabei vorsichtig vor, um das Zahnfleisch nicht zu verletzen, und reinigen Sie auch ein bis zwei Millimeter unter dem Zahnfleischrand. Nicht vergessen: Jeder Zahnzwischenraum wird von zwei Zähnen gebildet, reinigen Sie beide angrenzenden Flächen einzeln.

    Thinkstock

  • Zähne_Zahnseidesticks.JPG
    Zahnseidesticks

    Eine recht praktische Alternative zum Zahnseidefaden am Stück sind Einmal-Zahnseidesticks. Sie produzieren damit allerdings mehr Müll.

    Thinkstock

  • Zähne_Köpfe wechseln.JPG
    Equipment regelmäßig wechseln

    Egal ob Handzahnbürste, elektrische oder Interdentalbürste: Wechseln Sie Bürste beziehungsweise Köpfe mindestens alle drei Monate. Interdentalbürstchen sollten Sie sogar nach zwei Wochen wegwerfen und durch eine neue ersetzen.

    Thinkstock

  • Zähne_Vorsorge.JPG
    Prophylaxe in der Praxis

    Nehmen Sie regelmäßig die Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt wahr. Er erkennt schon kleine Löcher im Zahn und kann sie zahnerhaltend füllen, bevor größere Maßnahmen nötig werden. Viele Praxen bieten zusätzlich eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) an und empfehlen sie halbjährlich.

    Thinkstock

  • Zähne_zungenreiniger.JPG
    Zungenreiniger

    Auf der Zunge bilden sich bakterielle Beläge, die nach dem Putzen auf die Zähne übergehen und Karies begünstigen. Vorbeugen kann ein spezieller Zungenschaber. Viele der Reiniger haben eine harte und eine weiche Seite für die zweistufige Reinigung.

    Thinkstock

  • zähne_schaum.JPG
    Nicht mit Wasser ausspülen

    Experten empfehlen, nach dem Putzen den Zahnpasta-Schaum abschließend durch die Zähne zu spülen und dann nur auszuspucken, nicht aber mit Wasser nachzuspülen. So wirkt das Fluorid besser.

    Thinkstock

  • Zähne_mundwasser.JPG
    Mundwasser

    Den Mund nach dem Putzen mit Mundwasser zu spülen, kann Bakterien an schwer zugänglichen Stellen ebenfalls den Garaus machen. Zahnseide oder Interdentalbürsten ersetzt das aber nicht.

    Thinkstock

Autor: Sibylle Fünfstück
Letzte Aktualisierung: 14. April 2010
Quellen: Nach Informationen der Techniker Krankenkasse und der Deutschen Gesellschaft für Nährstoffmedizin und Prävention (DGNP) e. V.

Neueste Fragen aus der Community
Hören Sie zu - reden Sie mit

Sie möchten Informationen zu bestimmten Krankheitssymptomen oder wollen medizinischen Rat? Hier können Sie Ihre Fragen an unsere Experten oder andere Lifeline-Nutzer stellen!

Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Fragen Sie unser Gesundheitsteam

Kostenlos. 24 Stunden täglich. Unsere Gesundheitsexperten beantworten Ihre Fragen.

mehr lesen...


Newsletter-Leser wissen mehr

Mit dem kostenlosen Lifeline-Newsletter sind Sie immer auf dem aktuellen Stand

Hier bestellen...

Zum Seitenanfang