Tabaksucht beenden schützt das Herz

Rauchstopp lohnt sich für Senioren

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Den Zigaretten abzuschwören bringt auch jenseits der 50 noch sehr viel.
Thinkstock

Das Argument „Bei mir ist es auch schon egal“ hat endgültig ausgedient: Eine Studie des Krebsforschungszentrums (DKFZ) belegt, dass es sich auch jenseits der 50 noch lohnt, den Zigaretten abzuschwören.

Raucher steigern mit jeder Zigarette ihr Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko. Die gute Nachricht: Wer im fortgeschrittenen Alter mit dem Rauchen aufhört, senkt dieses Risiko innerhalb kurzer Zeit erheblich. Das fanden Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums anhand einer Studie an gut 8.800 Saarländern zwischen 50 und 74 Jahren heraus.

Der positive Effekt des Rauchausstiegs machte sich bei den Teilnehmern schnell bemerkbar: Schon während der ersten fünf Jahre nach der letzten Zigarette senkt sich ihr Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall um mehr als 40 Prozent im Vergleich zu Rauchern, wie Studienautorin Carolin Gellert erläutert. Die Ergebnisse legen nahe, dass Programme zur Tabakentwöhnung, die sich bislang auf jüngere Teilnehmer konzentrieren, auf ältere Personen ausgeweitet werden sollten.

Raucher sehen nicht nur alt aus – sie sind es auch innerlich

Zuvor hatten Hermann Brenner und seine Kollegen Tausende Daten der Teilnehmer ausgewertet. „Wir konnten zeigen, dass Raucher ein mehr als doppelt so hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben wie Nichtraucher. Ehemalige Raucher sind dagegen fast genauso selten betroffen wie Menschen gleichen Alters, die nie geraucht haben“, sagt Brenner.

  Rauchen-Test: Sie könnten jederzeit damit aufhören - oder nicht?

„Außerdem erkranken Raucher deutlich früher als Personen, die nicht oder nicht mehr rauchen.“ So entspricht etwa das Herzinfarkt-Risiko eines 60-jährigen Rauchers dem eines 79-jährigen Nichtrauchers. Außerdem hat der Raucher aus dem Beispiel das Schlaganfall-Risiko eines 69-jährigen Nichtrauchers. Dabei wächst die Gefahr natürlich mit der täglichen Tabakdosis und den Jahren als Raucher.

Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht und Alkohol

Bereits im vergangenen Jahr beschäftigte Brenners Team, wie das Rauchen die Sterblichkeit von Menschen über 60 Jahren beeinflusst. In ihrer aktuellen Untersuchung berücksichtigten die Wissenschaftler auch den Einfluss von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Alkoholkonsum und Sport sowie Blutdruck, Diabetes, Cholesterinspiegel, Größe und Gewicht.

Zehn Schritte zum Nichtraucher
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    Wann rauchen Sie?

    In welchen Situationen greifen Sie ganz automatisch zur Zigarette? Analysieren Sie Ihre Vorlieben: Geschieht es eher in Stresssituationen, zum Morgenkaffee oder nach dem Essen? Wenn Sie sich selbst besser kennen, können Sie sich Brücken bauen zu Alternativen und tappen während der ersten Phase des Rauchstopps nicht in Gewohnheitsfallen.

    (c) Ryan McVay

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    Was genau steckt hinter dem Wunsch, das Rauchen aufgeben zu wollen?

    Legen Sie sich Ihre Gründe fürs Aufhören genau dar. Warum wäre es gut für Sie, damit zu brechen?

    (c) Ryan McVay

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    Wann sind Sie bereit?

    ...und wann besonders stressfrei? Wann liegt Ihre Seele buchstäblich in der Hängematte, das könnte ein guter Zeitpunkt sein, mit dem Rauchen aufzuhören. Setzen Sie sich einen Termin. Legen Sie den Tag des Rauchstopps so fest, dass möglichst wenige Gelegenheiten ihnen - im übertragenen Sinne - einen Glimmstengel stellen können.

    (c) Ryan McVay

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    Erzählen Sie anderen von ihrem Plan

    Sobald Sie ihre Freunde und Familie eingeweiht haben, erfahren Sie mehr Unterstützung und der Weg zurück wird schwieriger. Und sollten Sie wegen des Nikotinentzugs in der ersten Zeit auch mal gereizter sein, dann weiß das Umfeld, weshalb Sie genervt sind.

    (C) 2009 Jupiterimages

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    Schaffen Sie sich selbst ein Belohnungssystem

    Da Sie viel Geld sparen ohne Zigaretten, könnten Sie sich davon ein Selbstgeschenk machen nach dem ersten Vierteljahr, um sich zu belohnen und zu ermutigen. Aber Vorsicht vor süßen Belohnungsritualen, das kann aufs Gewicht einzahlen...

    (c) Stockbyte

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    Routine schafft Raucher

    Im Büro gibt's zum Kaffee nicht nur den Keks, sondern auch noch eine 'Zigi'? Brechen Sie mit alten Ritualen und Gewohnheiten. Falls Sie immer zum Frühstück zum Kaffee eine rauchen müssen, dann greifen Sie fürs Erste einfach zu Tee und unterwandern so ihr eigenes Ritual.

    (c) Stockbyte

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    Bleiben Sie Ihrem Ziel treu!

    Rufen Sie sich in Erinnerung, warum Sie aufhören wollten und weshalb das so gut ist, wenn Sie mal schwächeln. Und entwickeln Sie einen persönlichen Slogan, den Sie sich immer wieder vorsagen, um sich zu motivieren.

    (c) Stockbyte

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    Positive Ablenkung schaffen

    Neue Rituale und schöne Momente gehören zu einer solchen Umbruchsphase als motivierende Einheiten unbedingt dazu - vielleicht gelingt es Ihnen, ein neues Hobby wie etwas das Tandemfahren für sich zu finden. Dabei können Sie sich selbst vom Gedanken ans Rauchen ablenken.

    (c) altrendo images

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    Next exit das Versagen?

    Im Schnitt benötigen Raucher sechs Versuche, mit dem Rauchen aufzuhören. Von daher sind Rückfälle auch normal. Sie dürfen sich jedoch nicht damit vom Aufhören abbringen lassen. Sondern müssen dann wieder zurück auf Start. Und konzentrieren Sie sich auf positive Nebeneffekte des Rauchstopps wie etwa den besseren Geruchs- oder Geschmackssinn.

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    Beugen Sie einer Gewichtszunahme vor

    Da das Essen nach einem Rauchstopp oftmals besser und aromatischer schmeckt, sollten Sie ein wenig auf Ihre Essegewohnheiten achten, um nicht zuzunehmen. Eine gesunde Ernährung schadet sowieso nicht, von daher legen wie Ihnen hiermit auch unsere Rubrik "Gesunde Ernährung" schwer ans Herz.

    (c) altrendo images

Autor: Sarah Wagner / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 22. Februar 2013
Quellen: PM des DKFZ: http://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2013/dkfz-pm-13-12-Rauchausstieg-im-Alter-weniger-Herzinfarkte-und-Schlaganfaelle-bereits-innerhalb-von-fuenf-Jahren.php

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