Zigarettenkonsum

Raucherentwöhnung

Besonders langjährige Raucher ignorieren die Warnungen vor Gesundheitsschäden durch Zigarettenkonsum. Sie nehmen an, dass sich das Aufhören für sie ohnehin nicht mehr lohnt. Dabei hat Raucherentwöhnung schon nach einem Tag einen positiven gesundheitlichen Effekt. Auch für Ältere bedeutet der Verzicht einen Gewinn an Lebensjahren.

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Wer das Rauchen der Gesundheit zuliebe bleiben lässt, profitiert in mehrfacher Hinsicht.
Getty Images/iStockphoto

Den Statistikern zufolge raucht jeder vierte Bundesbürger ab 15 Jahren regelmäßig. Drei Viertel der Raucher konsumieren im Durchschnitt 5 bis 20 Zigaretten am Tag. 18 Prozent rauchen täglich sogar mehr als 20 Stück. Die meisten Raucher findet man in den Berufsgruppen der Kraftfahrer, Fuhr- und Taxiunternehmer; dort raucht jeder zweite, an Raucherentwöhnung denkt kaum einer. Der Griff zum Glimmstängel fällt leicht – viel zu leicht.

Jeder zehnte Raucher erkrankt an Lungenkrebs

Die Zahlen sind bekannt: Etwa jeder zehnte Raucher erkrankt im Laufe seines Lebens an Lungenkrebs, im Durchschnitt 30-40 Jahre nach dem Beginn des Rauchens. Diese lange Inkubationszeit reicht für viele Raucher aus, sich die Sucht schön zu reden. "Bis ich an Lungenkrebs erkranken würde, bin ich schon lange tot" - so denken viele. Das Vorhaben, das Rauchen aufzugeben, wird schnell verdrängt. Doch prinzipiell gilt: Jede nicht gerauchte Zigarette verlängert Leben. Auch im Alter von 60 lohnt es sich noch, den Glimmstängel weg zu legen. Die Risiken, an typischen Raucherkrankheiten zu leiden, werden erstaunlich rasch nach dem Rauchstopp vermindert.

Was können Sie nach der Raucherentwöhnung erwarten

Schon zwei Tage nach dem Rauchstopp werden Sie einen positiven Effekt merken: der Geruchs- und Geschmackssinn verfeinert sich. Drei Tage nach der letzten Zigarette können Sie wieder besser atmen und schon nach einem Jahr ist das Risiko von Erkrankungen der Herzkranzgefäße nur noch halb so groß. Zwei Jahre nach der Raucherentwöhnung ist das Herzinfarktrisiko auf fast normale Werte abgesunken, und nach zehn Jahren ist das Lungenkrebsrisiko fast gleich groß wie bei "echten" Nichtrauchern. Nach weiteren fünf Jahren des Verzichts auf Tabakkonsum ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gleich groß wie bei jemandem, der nie in seinem Leben geraucht hat.

Auch mit 55 kann man noch an Lebensjahren gewinnen

Im Durchschnitt lebt ein Nichtraucher acht bis zehn Jahre länger als ein Raucher. Legt man mit 35 die Zigarette weg, hat man etwa die gleichen Aussichten. Doch auch wer mit 55 eine Raucherentwöhnung macht, gewinnt im Durchschnitt ganze fünf Lebensjahre – Sie sehen, es lohnt sich!

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Fragen zum Thema

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 22. Juni 2012
Durch: sl
Quellen: Nach Informationen des Statistischen Bundesamtes, des Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg, healthandage und oncohexal

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