Familie

Die unsichtbaren zweiten Patienten

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Soziale Isolation und finanzielle Belastung setzen pflegenden Angehörigen zu.
Getty Images/Creatas RF

Pflegende des demenzkranken Vaters oder der Mutter innerhalb der Familie werden oft als unsichtbare zweite Patienten bezeichnet.

Die Betreuung im familiären Umkreis beeinflusst zwar positiv die Lebensqualität des betroffenen Familienmitglieds, stellt für die Erbringer dieser Pflegeleistung aber eine große Belastung dar. Nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie ist die familiäre Pflege für die Betreuenden mit psychischer Beeinträchtigung, sozialer Isolation, gesundheitlichen Beschwerden und nicht zuletzt finanziellen Belastungen verbunden. Psychosoziale Behandlungskonzepte erwiesen sich als wirksam in der Unterstützung der pflegenden Angehörigen und trugen auch dazu bei, die stationäre Aufnahme des Demenzkranken zu verzögern. Die Autoren raten zu einem umfassenden Management der familiären Pflege in Partnerschaft mit professionellen Pflegediensten und Medizinern sowie für diese Erkrankung spezialisierten Fachgesellschaften.

Autor: zi / Red. Heilberufe
Letzte Aktualisierung: 04. März 2010
Quellen: Heilberufe 1 | 2010: 30; Brodaty H et al: Family caregivers of people with dementia. Dialogues Clin Neurosci 2009; 11: 217–28 / Von der Lifeline-Redaktion für Patienten überarbeitet.

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