Der Wunde beim Heilen helfen

Wundversorgung für offene Beine

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Die Wundversorgung für offene Beine sollte eine Fachkraft übernehmen.

Damit sich eine Wunde schließen kann, braucht die Haut Unterstützung. Für offene Beine und bei Beingeschwüren ist die Wundversorgung kompliziert und gehört daher in die Hände einer Fachkraft.

Ein Beingeschwür wird dreigleisig behandelt: Neben der Beseitigung der Ursachen und der Kompressionstherapie muss eine gute Wundversorgung gewährleistet werden. Normalerweise kann unser Körper eine Verletzung seiner Hülle aus eigener Kraft schließen. Bei chronischen Wunden funktioniert das nicht mehr. Der Haut muss geholfen werden. Aber Angehörige sollten nicht selbst herumdoktern! Die Wundversorgung einer chronischen Wunde ist eine schwierige Sache, die in fachkundige Hände gehört.

Trockenhalten von Wunden ist überholt

Bei der Behandlung von Beingeschwüren hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert. Früher galt es medizinisch als richtig, die Wunde trocken zu halten. Doch dies verlangsamt und stört sogar den Heilungsprozess. Inzwischen hält man chronische Wunden mit speziellen Verbandauflagen feucht. Das unterstützt die körpereigene Heilungskraft, weil es ein Klima schafft, in dem sich Gewebe und Gefäße neu bilden können.

Vier Schritte der Wundversorgung

Wunde reinigen: Zunächst entfernt ein Wundtherapeut Beläge und Fremdkörper aus dem offenen Bein. Dazu gibt es verschiedene Verfahren: mit Pinzette oder Skalpell, mit einem Hydrogel, mit Enzymen oder per Ultraschall. Manchmal werden auch steril gezüchtete Maden der Gattung "Lucilia sericata" auf die Wunde gesetzt. Enzyme in ihrem Speichel lösen die Beläge auf, ihre Ausscheidungen töten Bakterien ab.

Wunde spülen: Beingeschwüre und offene Beine sind oft von einem Biofilm aus Bakterien überzogen. Die Wundversorgung in Form einer Wundspülung bekämpft diesen und entfernt Abfallprodukte. Bei einer Infektion werden zusätzlich lokale Antiseptika eingesetzt. Die gibt es flüssig, halbfest und als Wundauflagen mit dem Wirkstoff Silber.

Haut pflegen: Auf den Wundrand wird ein geeigneter medizinischer Hautschutz aufgetragen.

Wundversorgung: Eine feuchte Wundauflage fördert die Heilung am besten. Es gibt sie zum Beispiel als Gel, Kompresse, feinporigen Schaumstoff und Hydrofaser. Um eine ins Stocken geratene Wundheilung anzutreiben, kommen oft so genannte aktive Wundauflagen mit zusätzlichen Substanzen wie Wachstumsstoffen, Kollagen, Silber oder Hyaluronsäure zum Einsatz.

Tipp: Die korrekte Wundversorgung chronischer Wunden ist so schwierig, dass es gezielte Fortbildungen für Pflegekräfte gibt. Wer die Schulung erfolgreich absolviert, darf sich "Wundtherapeut" oder "Wundmanager" nennen.

Autor: Martina Janning / Redaktion Heilberufe
Letzte Aktualisierung: 27. Oktober 2009

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