Verantwortung in der Familie

Pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige sind Personen aus der Familie, Freunde, Bekannte und Nachbarn eines pflegebedürftigen Menschen, die diesen Menschen ganz oder teilweise pflegen und betreuen.

Was die Inkontinenz-Pflege erleichtert-56385330.jpg
Die Pflege zu hause stellt die Angehörigen vor viele Herausforderungen.
(c) George Doyle

Für viele Familien kommt ein Heimplatz für ihre Angehörigen nicht in Frage. Dies kann finanzielle Gründe haben oder Diejenigen möchten die jeweilige Elterngeneration selbst und zu Hause pflegen. Dieses soziale Engagement wird vom Umfeld aber oft als selbstverständlich abgetan. Dabei liegt ein enormer psychischer Druck auf pflegenden Angehörigen, der diese bis an die Grenzen Ihrer emotionalen Belastbarkeit führt - und manchmal darüber hinaus.

Häusliche Pflege basiert auf Emotionen

Bei alten Menschen zeigt sich oft lange zuvor, dass eine Pflegebedürftigkeit bevorsteht. Beispielsweise durch ihre Vergesslichkeit, welche eine beginnende Demenz sein kann. Oder häufige Stürze. Dies macht einen Stock, ein Rollmobil oder einen Rollstuhl notwendig. Auch erhöht ständig erhöhter Blutdruck, chronischer Diabetes, Morbus Parkinson, ein Schlaganfall oder Unfall das Risiko der Pflegebedürftigkeit.

Rechtzeitig vorsorgen

Wer im Alter gut versorgt sein will, muss frühzeitig Vorkehrungen treffen. Dies kann juristisch mittels Vorsorgevollmachten und Verfügungen erfolgen, finanziell durch Pflegeversicherungen, und am besten im eigenen sozialen Netzewerk, der Familie.

Angehörige werden trotz der Vorboten eher plötzlich mit der Pflegebedürftigkeit überrascht und sind dann einer Vielzahl von Belastungen ausgesetzt. Die Folgen können die Vernachlässigung eigener Bedürfnisse, ein Überfordungsyndrom bis zum Burn-Out bewirken. Psychisch belastend ist es, jemanden leiden zu sehen und nicht helfen zu können. Physisch belastend sind immobile Menschen, die bewegt, gehoben, getragen und gestützt werden müssen. Übel kann es werden, wenn Menschen verwirrt von zuhause weglaufen und gesucht werden müssen. Oder aggressiv und nicht zu beruhigen sind. Pflege bei behinderten Kindern ist oft mit der Hilflosigkeit über eine hoffnungslose Zukunft verbunden.

Der zeitliche Aufwand kann bei Angehörigen dazu führen, dass andere Kontakte, Hobbys und Interessen zurücktreten. Berufliche und sonstige Weiterbildungen bleiben auf der Strecke, Kontakte zu Freunden und Bekannten reduzieren sich, bedingen die Gefahr für Arbeitsplatzverlust und Isolation. Teilzeitarbeit führt zu Einkommensverlusten und zu einer geringeren Pension.

Unterstützung für pflegende Angehörige

Gemeinsam mit der Pfelgegekasse können sich die Angehörigen Unterstützung durch ambulante Pflegedienste suchen. Professionelle Helfer sollen pflegende Angehörige unterstützen und Entlastungsmöglichkeiten aufzeigen und anbieten. Pflegebedürftigkeit und deren Umfang wird staatlich durch das Pflegegeldgesetz geregelt. Der zeitliche Aufwand für Betreuung und Pflege aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit sowie einer Behinderung wird von einem Arzt oder medizinischen Dienst der Pflegekasse erhoben.

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Fragen zum Thema

Autor: Andreas Gill / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 19. Februar 2013
Quellen: wikipedia.de

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