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- Einige Koli-Bakterien der Art Escherichia coli überdauern zwischen zwei Entzündungen in der Blase.
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Viele Frauen plagt sie immer und immer wieder, mit gerade einmal ein paar Wochen Ruhe dazwischen: Blasenentzündung. Offenbar steht sich das Organ bei der Heilung selbst im Weg, eine eingebaute Immun-Bremse lässt einige Erreger überleben. Eine Impfung könnte das weit verbreitete Leiden eindämmen.
Offenbar überleben einige der Bakterien das beschwerdefreie Intervall, wie eine neue Studie zeigt. Der Grund: Die Blase gehört, genau wie der Darm, zu den sogenannten „immun-privilegierten“ Stellen im Körper. Weil die Organe mit Ausscheidungsprodukten und darin enthaltenen Bakterien zu tun haben, ist die Immunantwort des Körpers herunterreguliert. Sonst würde es ständig zu übermäßigen Reaktionen und somit Entzündungen kommen.
Genau diese an sich sinnvolle Einrichtung beschert manchen Frauen jedoch alle paar Wochen wieder die starken und brennenden Schmerzen einer Blasentzündung. Diesen Zusammenhang haben Forscher des US-amerikanischen Duke University Medical Center in Durham aufgedeckt.
E. coli sitzen entzündungsfreie Zeit einfach aus
„Unsere Studie zeigt erstmals, dass die Blase nicht in der Lage ist, eine ausreichende Immunbarriere gegen Bakterien zu bilden“, sagt Soman Abraham, einer der Studienautoren. Das könne das ständige Wiederauftreten der Entzündung erklären – und womöglich einer neuen Behandlung den Weg ebnen.
Ihre Hypothese testeten die Forscher um Abraham an Mäusen: Auch bei den Tieren sorgt das Darmbakterium E. coli in der Blase für eine schmerzhafte Entzündung. Wie sich herausstellte, fanden sich auch Wochen nach der Erstinfektion noch Keime in den Mäusen – ihre Immunantwort war unterdrückt.
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Die Blase muss einen schwierigen Mittelweg finden
Dabei spielt offenbar das Molekül Interleukin-10 eine Schlüsselrolle. Der Immun-Botenstoff wird von Mastzellen hergestellt, mit seiner Hilfe hält die Blase die Balance zwischen dem Schutz von Mensch beziehungsweise Maus und der Toleranz des Organs gegenüber Mikroorganismen.
Die absichtlich heruntergeregelte Abwehrkraft könnte eine Impfung ausmerzen, glaubt Abraham: „Unsere Studie legt nahe, dass eine starke Immunantwort, von einer Impfung ausgelöst, die wiederkehrende Infektion verhindern könnte.“ Und nicht nur das: Auch neue Erkenntnisse zu schwerwiegenden Krankheiten wie Blasenkrebs erhoffen sich die Forscher.
Ihre Studie ist am 14. Februar im Fachmagazin „Immunity” erschienen.
Die besten Helfer bei Blasenentzündung
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Das oberste Gebot: trinken, trinken, trinken
Das Wichtigste bei einer Blasenentzündung ist das sorgfältige Ausspülen der Keime. Da hilft nur viel trinken. Zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßter Tee am Tag dürfen es schon sein. Und auch wenn es schwerfällt: Man sollte die Blase erst dann entleeren, wenn sie voll ist. Dann werden die Harnwege am effektivsten gereinigt.
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Meerrettich hilft gegen Schmerzen
Meerrettich wird schon seit Jahrhunderten gegen verschiedenste Krankheiten eingesetzt. Seine antibakterielle Wirkung kommt uns auch zugute, wenn die Harnwege betroffen sind. Täglich ein Teelöffel geriebener Meerrettich
hilft bei akuten Schmerzen, aber auch vorbeugend. Wem das zu scharf ist, der kann aus der Wurzel auch einen Sud zubereiten
und täglich einige Löffel davon trinken. Integriert man das Würzmittel langfristig in seinen Speiseplan, kann man auf natürliche Weise bakterielle Erkrankungen vermeiden. Gehen die Schmerzen nach ein bis zwei Tagen nicht zurück, sollte dennoch unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
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Sellerie zur Entwässerung
Sellerie enthält viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Dank seines hohen Kaliumgehalts fördern die Stängel die Entwässerung und wirken dadurch reinigend. Das Gemüse kann entweder roh verzehrt oder in der Maschine zu einem Saft gepresst werden. Hilft auch vorbeugend gegen das Wachstum von Bakterien.
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Keimtötendes Sitzbad mit Teebaum
Teebaum ist ein wahrer Alleskönner unter den Heilpflanzen. Meistens wird das ätherische Öl des Strauches verwendet, das sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden kann und vor allem bei Entzündungen den Schmerz lindert. Bei Harnwegserkrankungen wirkt ein lauwarmes Sitzbad, das mit ein bis zwei Tropfen Teebaumöl angereichert ist, keimtötend. Anschließend gut abtrocknen
und am besten in einen warmen Bademantel kuscheln.
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Mit der Kraft der Kamille
Es gibt wohl fast kein Kraut, das so vielseitig einsetzbar ist wie die Kamille. Auch Entzündungen der Harnorgane können durch die Blüten gelindert werden. Dreimal täglich eine Tasse Kamillentee wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und fördert die Harnproduktion. So werden die Bakterien hinausgeschwemmt. Krampflösend kann auch ein warmes Sitzdampfbad mit
Kamillenblüten sein.
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Zwiebel stärkt die Blase
Innerlich stärkt sie das Immunsystem und wirkt antibakteriell. Doch auch äußerlich angewendet entfaltet sie ihre entzündungshemmende Wirkung. Warme Zwiebelwickel, wie wir sie von Mittelohrentzündungen kennen, helfen auch im Blasenbereich. In kleine Stücke geschnitten kurz andünsten und in ein Leinensäckchen oder zwischen zwei Tücher geben. Auf den Bauch legen und mit einem Wolltuch zudecken.
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Propolis - das natürliche Medikament
Propolis ist eine harzartige Masse, die von Bienen produziert wird, um Krankheiten aus ihrem Stock fernzuhalten. Eingenommen wird es meist als Tinktur, pur oder auf einem Stück Würfelzucker. Die Fläschchen gibt es in der Apotheke. Fünf Tropfen mehrmals am Tag sind eine natürliche antibakterielle Alternative zu verschreibungspflichtigen Medikamenten.
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Aufsteigende Fußbäder
Bei einer Blasenentzündung braucht der Körper vor allem eines: Wärme. Ein ansteigendes Fußbad hilft beim Entkrampfen. Dafür die Füße in eine Schüssel mit heißem Wasser stellen (circa 35 Grad). Nach und nach vorsichtig heißeres Wasser zugeben. Nach 15 Minuten abtrocknen.
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Holunder, das Vitamin-C-Wunder
Reich an Vitamin C sind die schwarzen Holunderbeeren, die einen leckeren Saft ergeben. Einfach reichlich Beeren in einem Topf mit wenig Wasser einkochen und die Masse kräftig durch ein Tuch drücken. Einige Esslöffel täglich (unverdünnt) wirken harntreibend und entzündungshemmend und unterstützen so den Heilungsprozess. Achtung: Rohe Holunderbeeren können Übelkeit und Bauchkrämpfe verursachen!
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Brunnenkresse-Tee reinigt
Brunnenkresse wirkt harntreibend und zugleich antibakteriell. Aufgebrüht mit heißem Wasser ergibt das frische Wildkraut einen wohltuenden Heiltee (zehn Minuten ziehen lassen), der die Blase von Bakterien reinigt. Während einer Schwangerschaft sollte man allerdings auf Brunnenkresse verzichten, da sie die Wehen vorantreiben kann.
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Blasenentzündung
Vor allem junge Frauen plagen sich mit Blasenentzündungen herum. In den meisten Fällen sind Bakterien schuld. Sie können durch die Harnröhre in die Blase aufsteigen.
Autor: Sarah Wagner / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 23. April 2013
Quellen: Studie auf Eurekalert: http://www.eurekalert.org/pub_releases/2013-02/cp-nso020713.php