Diabetes
Essen bei intensivierter Insulintherapie
Diabetiker B (65 Jahre, BMI 41 kg/m², Rentner) hat seit zehn Jahren Diabetes und macht eine Insulintherapie. Er wurde von Beginn an mit Metformin behandelt und seit zwei Jahren mit einem Basalinsulin zur Nacht. Nun braucht B zu den Mahlzeiten kurz wirksames Insulin, da die nach dem Essen gemessenen Blutzuckerwerte nicht in den Griff zu bekommen sind. Metformin musste abgesetzt werden.
Die Kohlenhydratzufuhr pro Essen richtet sich bei der Insulintherapie zum einen nach der Art des kurz wirksamen Insulins, zum anderen nach der Gesamtenergiezufuhr. Diabetiker B muss nun die Menge an Kohlenhydraten für die Mahlzeiteninsulindosis berechnen. Da er sehr insulinresistent* ist, spritzt er sein Insulin in fixen Dosen. Er frühstückt immer zwei Brötchen (5 KE, 1 KE entspricht 10 g Kohlenhydraten). Vormittags isst er nichts, mittags eine warme Mahlzeit mit etwa vier kleinen Kartoffeln oder einer vergleichbaren Menge Nudeln oder Reis (4 KE). Nachmittags gibt es zum Kaffee zwei Kekse (1 KE), zum Abendessen zwei Scheiben Brot (5 KE) und vor dem Schlafengehen eine Handvoll Walnüsse. Anhand dieser Gewohnheiten beim Essen werden die Einheiten für die Insulintherapie ermittelt. Diabetiker B muss nun zusätzlich lernen, die in den Mahlzeiten enthaltenen KE abzuschätzen. Eine Tabelle und eine Waage helfen dabei.
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