Hormone

Depressionen durch erniedrigten Testosteronspiegel

Das Sexualhormon beeinflusst bestimmte Botenstoffe im Gehirn

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Das Sexualhormon scheint für Glücksgefühle oder auch Trübsinn zumindest mitverantwortlich.
Getty Images/Hemera

Ältere Männer mit niedrigem Testosteronspiegel neigen mehr zu depressiven Verstimmungen, als Herren, bei denen das Sexualhormon im höheren Maße vorhanden ist. Zu diesem Schluss gelangten australische Wissenschaftler, nachdem sie drei Jahre lang Senioren im Alter zwischen 71 und 89 Jahren einem speziellen Test unterzogen hatten.

Letzterer sollte ermitteln, ob die Männer an Depressionen leiden. Zusätzlich erkundigten sich die Forscher, mit Hilfe eines Fragebogens, nach verschiedenen anderen Erkrankungen. Außerdem entnahmen die australischen Mediziner bei den Männern Blutproben, um nicht nur die Menge des Gesamt- sondern auch des freien Testosterons zu ermitteln.

Das Resultat: Unter jenen Männern, welche gemäß dieser Untersuchung als depressiv eingestuft wurden, waren diejenigen, die einen niedrigeren Testosteronspiegel aufwiesen, drei Mal häufiger vertreten, als solche, deren Werte im normalen Bereich lagen. Da bei den Herren ansonsten keine körperlichen Erkrankungen vorlagen, die diese Beobachtung genügend erklären würde, nehmen die Forscher an, dass das Sexualhormon bestimmte Botenstoffe im Gehirn beeinflusst und so für Glücksgefühle oder eben auch Trübsinn zumindest mitverantwortlich ist.

Wie die hormonellen Zahnräder hier allerdings genau ineinander greifen, ist noch nicht zweifelsfrei geklärt und daher Gegenstand weiterer eingehender Untersuchungen. Sollte aber künftig ein deutlicher Zusammenhang aufgezeigt werden können, könnte eine zusätzliche Gabe des Hormons bei depressiven Männern durchaus sinnvoll sein.

Autor: Dr. Günter Gerhardt
Letzte Aktualisierung: 15. April 2008
Quellen: Nach Informationen der Wissen Gesundheit GmbH

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