Mückensprays & Zeckenmittel

Insektenschutzmittel: Bewährte Wirkstoffe

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Zur Abwehr von Mücken und Zecken haben sich sogenannte Repellents (lat. repellere = vertreiben; Insektenschutzmittel) bereits vielfach bewährt. Dabei kommen unterschiedliche Wirkstoffe zum Einsatz. Während DEET heute als Goldstandard unter den Mückenschutzmitteln gilt, eignet sich ein Wirkstoff wie Icaridin auch für empfindliche Haut. Citriodiol, ein pflanzlicher Wirkstoff, hat sich ebenfalls als besonders wirksam erwiesen.

In Insektenschutz-Mitteln kommen  sowohl synthetische als auch natürliche Wirkstoffe zum Einsatz. Je nach Bedarf stehen unterschiedliche Wirkstoffe und Präparate zur Verfügung, die individuellen Ansprüchen gerecht werden. Auch Kinder können mit geeigneten Repellents zuverlässig gegen Mücken und Zecken geschützt werden.

DEET – der Goldstandard unter den Insektenabwehrmitteln

Der Wirkstoff N, N –Diethyl-m-toluamid  - besser bekannt als DEET – wird bereits seit mehr als 50 Jahren zur Abwehr von Insekten verwendet. Ursprünglich wurde der Wirkstoff 1946 von der US-Armee für den  Mückenschutz entwickelt. Seit 1965 wird DEET in Insektenschutzmitteln kommerziell vertrieben. Heute wird DEET als besonders sicherer Wirkstoff eingestuft [1], Wirksamkeit und Sicherheit des Stoffes sind umfassend belegt.  Bei einer Wirkstoffkonzentration von 30 Prozent schützt DEET bis zu 8 Stunden zuverlässig vor tag- und dämmerungsaktiven Insekten sowie Malariaüberträgern. Der Wirkstoff wird in dieser Konzentration auch als tropentauglich beurteilt. So empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) DEET-haltige Repellents zum Schutz vor Dengue-Fieber, das durch Mücken übertragen wird.[2]

Citriodiol – die natürliche Alternative

Pflanzliche Wirkstoffe haben für den Insektenschutz seit jeher eine wichtige Bedeutung. Heute gilt der Wirkstoff Citriodiol als einer der wirksamsten, natürlichen Mittel gegen Mücken und Zecken.  Citriodiol (p-Menthan -3,8-diol) wird aus den Blättern des Zitronen-Eukalyptus „Eucalyptus citriodora“ gewonnen. Die Blätter dieser in China beheimateten Eukalyptusart verbreiten bereits bei leichter Berührung einen zitronig-frischen Geruch. 

Icaridin – auch für empfindliche Haut

Während DEET ein echter Klassiker unter den synthetischen Wirkstoffen zur Insektenabwehr ist, wurde Icaridin erst 1998 auf dem Markt eingeführt. Dennoch gilt dieser „Neuling“ unter den Repellents heute als äußerst zuverlässig und ist hinsichtlich seiner Effektivität durchaus vergleichbar mit DEET. Pluspunkt: Icaridin ist sehr gut hautverträglich und kann daher auch auf empfindlicher Haut eingesetzt werden.

Tipps: Insektenschutzmittel richtig anwenden

Je nach den individuellen Bedürfnissen und dem gewünschten Einsatzgebiet stehen heute vielfältige Wirkstoffe und Repellents zum Schutz vor Mücken und Zecken zur Verfügung. Grundsätzlich gilt: Ein Insektenschutzmittel sollte immer erst nach dem Sonnenschutz aufgetragen werden! Empfohlen wird eine Wartezeit von 30 Minuten, bis das Sonnenschutzmittel vollständig eingezogen ist. Speziell für die Anwendung von Repellents bei Kindern sollten die Anwendungshinweise auf der Packung berücksichtigt werden – in der Regel wird eine sparsame Anwendung empfohlen.

Die besten Tipps gegen Zecken
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    Zecken lauern im Gras, Gebüsch und Unterholz – hier ist Vorsicht geboten!

    Von wegen, Zecken fallen von den Bäumen! Dieser Mythos hält sich zwar hartnäckig in vielen Köpfen, er hat aber mit der Realität recht wenig zu tun. Denn viel höher als einige Zentimeter über den Boden kommen Zecken nicht hinaus. Die kleinen Blutsauger krabbeln viel lieber im Garten, in städtischen Parks oder auf der Dorfwiese umher. Auch im Gebüsch und im Unterholz sind Zecken zu finden. Hier ist also erhöhte Vorsicht geboten. Barfußlaufen oder ein Nickerchen in der Wiese erhöhen das Zeckenstich-Risiko!

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    Auf befestigten Wegen bleiben

    Egal ob bei der Joggingrunde oder beim Spaziergang mit der ganzen Familie – wer sich vor Zeckenstichen schützen will, sollte auf befestigten Wegen bleiben und Abkürzungen querfeldein lieber vermeiden. Denn hier lauern die Zecken und warten nur darauf, sich auf einen vorbeikommenden Wirt abstreifen zu lassen.

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    Lange Kleidung und geschlossene Schuhe

    Zum Schutz vor Zecken raten Experten zu langärmligen Shirts und langen Hosen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Haut von Kleidung bedeckt ist, desto besser. Feste Schuhe sind besser als offene Sandalen. Wer hier ganz sicher gehen will, der steckt die Hose in die Socken. Eine wirkungsvolle Barriere, die Zecken den Zugang zur Haut zusätzlich erschwert. Tipp: Achten Sie bei der Auswahl der Kleidung auf helle Stoffe, denn diese machen leichter, Zecken schnell zu erkennen.

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    Nacht dem Aufenthalt im Freien:

    Körper nach Zecken absuchen Zeckenstiche sind in der Regel nicht schmerzhaft und bleiben daher häufig unbemerkt. Während der Zeckensaison ist es daher umso wichtiger, den Körper nach dem Aufenthalt im Grünen gründlich auf Zecken hin zu untersuchen. Beachten Sie, dass Zecken gerne in den Achseln, der Kniekehle, den Beininnenseiten, hinter den Ohren oder auch am Kopf zustechen. Auch die Füße sollten bei der Suche nach Zecken nicht ausgelassen werden.

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    Im Fall des Falles: Zecken schnell entfernen

    Sollten Sie einen Zeckenstich bemerkt haben, ist es wichtig, die Zecke möglichst rasch zu entfernen. Denn je länger die Zecke in der Haut verankert ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit der Übertragung von Krankheitserregern. Hausmittel wie Klebstoff oder Teebaumöl zur Entfernung der Zecke sollte allerdings tunlichst vermieden werden. Denn diese Mittel lösen einen regelrechten Todeskampf der Zecke aus –unter Stress entleert das Tier seinen Darminhalt in die Wunde. Und damit können jede Menge Krankheitserreger übertragen werden! Besser: Greifen Sie die Zecke mit einer Zeckenzange möglichst nah an der Hautoberfläche und ziehen Sie den Parasiten gerade heraus.

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    Haustiere regelmäßig nach Zecken absuchen

    Auch Tiere wie Hunde oder Katzen sind beliebte Wirte der Zecken. Doch die Zecke sticht nicht immer sofort zu – sie lässt sich auch gerne auf den Vierbeinern ein Stück weit mitnehmen. Und das bis in die eigenen vier Wände! Dann ist der Weg zum Menschen nicht mehr weit. Wer sich und seine Familie schützen will, sollte daher auch seine Haustiere nach dem Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken untersuchen. Ein Zeckenhalsband kann zusätzlich schützen.

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Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 06. Juni 2012
Quellen: [1] Schlitzer, M. et. Al.: Erfolgreich gegen den insektenangriff, PZ, Ausgabe 11/2008 [2] WHO: DEGNUE-GUIDELINES FÜR DIAGNOSIS, TREATMENT, PREVENTION AND CONTROL, New edition 2009

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