Grippezeit

Erkältung – oder schon Virusgrippe?

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Zur Zeit leiden besonders viele unter Erkältungen.
Getty Images/Wavebreak Media

Schwere Infekte mit zwei bis drei Wochen Halsweh, Schnupfen und Fieber: Die grassierende Erkältungswelle ist ausgeprägter als die im vergangenen Jahr. Lifeline fragt eine Expertin, wie sich der schlimme Infekt behandeln lässt und ob es sich nicht doch schon um gefährliche Grippe handelt.

Halsweh, Schwäche, leichtes Fieber und dauernde Schweißausbrüche sind die typischen Anzeichen der Erkältungswelle, die momentan die Büros leerfegt. Vor allem der Süden Deutschlands ist betroffen. Besonders fatal an diesen Infekten: Mit zwei, drei Tagen Bettruhe ist es meist nicht getan. Die Erkältung ist langwierig. "Die Infekte, die zur Zeit grassieren, fallen tatsächlich durch ihre Hartnäckigkeit auf", bestätigt Ellen Lundershausen, Vize-Präsidentin vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Die Krankheit dauert mindestens ein bis zwei Wochen. "Oft setzt sich auf diese Vireninfektion noch eine bakterielle", warnt die Expertin. Dann folgt dem Infekt eine Nasennebenhöhlen- oder Mandelentzündung. Auch Bronchien und Lunge können betroffen sein.

Frühe Erkältungswelle signalisiert frühe Grippewelle

Warum die Erkältungsviren (Rhinoviren) diesmal zu einer so langen Erkrankungsdauer führen, ist noch unbekannt. "Details darüber gibt es erst nach dem Ende dieser Erkältungssaison", sagt Lundershausen. Es gibt hunderte von verschiedenen Rhinoviren, die in jeder Saison auch in unterschiedlicher Kombination auftreten können. Begonnen hatte die Erkältungswelle schon vor Wochen, ein Ende ist noch nicht abzusehen. Oder handelt es sich doch nicht um Erkältungsviren, sondern um die echte Virusgrippe? "Nein", stellt die Expertin fest. "Allerdings kann man davon ausgehen, dass die Grippe uns früh erreichen wird, weil die erste Erkältungswelle bereits im September auftrat", erklärt die Expertin.

Jetzt schnell gegen Grippe impfen lassen

Deshalb ist es sinnvoll, die Grippeimpfung möglichst rasch durchführen zu lassen. Experten empfehlen sie allen, die chronisch krank sind, etwa Asthma- oder COPD-Patienten, aber auch Senioren. Bis vergangene Woche gab es beim Impfstoff zwar noch Lieferschwierigkeiten. Glücklicherweise ist der Engpass mit dem Grippeimpfstoff jetzt behoben. Wer jetzt allerdings erkältet ist, darf sich nicht impfen lassen. "Man sollte danach mindestens eine Woche wieder gesund sein und sich dann erst impfen lassen", rät Lundershausen.

Erkältungszeit abkürzen

Wer gleich bei den ersten Anzeichen einer Erkältung richtig reagiert, wird auch schneller gesund. "Fiebersenkende Medikamente, abschwellende Nasentropfen, Gurgeln, Salbeitee und ein paar Tage Bettruhe sind dafür wichtig", lautet das Rezept der Expertin. Zum Arzt sollte man am besten immer dann gehen, wenn das Fieber mehr als einen Tag anhält, besonders hoch ist und/oder wenn Nasensekret oder Auswurf nicht glasig, sondern bunt aussieht – also gelb oder grün.

Tipps für eine starke Abwehr
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    Schwitzen für die Gesundheit

    Für alle, die etwas für´s Immunsystem tun wollen, sollte der regelmäßige Saunagang zur Gewohnheit werden. Denn hier wird die Durchblutung angeregt und gleichzeitig der Wechsel zwischen unterschiedlichen Temperaturen trainiert. Wenn wir also mal wieder vom überheizten Wohnzimmer raus in den kalten Novembernebel gehen, bleibt die böse Überraschung in Form einer Erkältung eher aus.

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    Aktiv werden

    Wer regelmäßig Sport treibt, der bringt sein Immunsystem auf Trab. Am besten 3 Mal wöchentlich für 30 Minuten Sport treiben. Suchen Sie sich idealer Weise ein Hobby, das Ihnen so richtig Spaß macht. So bleiben Sie auf jeden Fall dabei. Tanzen, Tennis, Schwimmen – erlaubt ist, was gefällt! Hauptsache, die Ausdauer kommt nicht zu kurz.

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    Statt Fast-Food & Co.: Her mit den Vitaminen!

    Wer sich fettreich und zuckerhaltig ernährt, der muss sich über eine schwache Abwehr nicht wundern. Denn die braucht Unterstützung in Form von Vitaminen und Mineralstoffen. Vor allem Vitamin C, aber auch Zink (z.B. in Kartoffeln oder Innereien, Fleisch) greifen dem Immunsystem unter die Arme.

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    Schlaf – wichtig für ein intaktes Immunsystem

    Wenn wir schlafen, tankt unser Immunsystem neue Energie. Es regeneriert sich und bereitet sich auf neue Abwehr-Aufgaben am nächsten Tag vor. Deswegen gilt: Vermeiden Sie Schlafmangel und versuchen Sie, 6-8 Stunden täglich zu schlafen. Am Wochenende also ruhig mal länger in den Federn bleiben und den Wecker, Wecker sein lassen.

Autor: Monika Preuk
Letzte Aktualisierung: 15. Oktober 2012

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