HPV-Impfung: Bei welchem Arzt?

HPV-Impfung auch durch Haus- oder Kinderarzt

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Eine HPV-Impfung schützt gegen Genitalwarzen.
Getty Images/Hemera

HPV können Genitalwarzen und Gebärmutterhalskrebs verursachen. Heute gibt es dagegen die HPV-Impfung, die Du Dir bei deinem Frauenarzt, aber auch beim Haus- oder Kinderarzt holen kannst. Frag beim nächsten Arztbesuch doch einfach nach.

Wenn man sich zum ersten Mal richtig verliebt, wird plötzlich alles andere unwichtig und man möchte nur noch eines: mit seinem Schwarm zusammen sein. Du und dein neuer Freund wollt jetzt so viel Zeit miteinander verbringen wie möglich, den anderen verwöhnen und genießen. Gemeinsam entdeckt ihr, wie schön und aufregend die körperliche Liebe ist. Ihr küsst und streichelt euch, seid zärtlich zueinander und denkt natürlich auch darüber nach, miteinander zu schlafen.

Bevor du das erste Mal mit deinem Freund schläfst, gibt es viel zu bedenken. Unter anderem auch, ob du schon die HPV-Impfungen hast. HPV (Humane Papillomviren) sind Erreger, die Veränderungen am Gebärmutterhals bis hin zum Gebärmutterhalskrebs verursachen können. HPV wird vor allem beim Sex übertragen. Bei den harmloseren HPV-Typen können aus der Infektion einfache Genitalwarzen entstehen. Die sind lästig, sehr belastend, unschön und die Behandlung ist sehr zeitaufwendig. Außerdem können sie nach einiger Zeit erneut auftreten.

Nach einer Infektion mit den gefährlichen Typen der HP-Viren können sich nach einiger Zeit Veränderungen am Gebärmutterhals zeigen und es wird manchmal eine Operation nötig. Im schlimmsten Fall kann trotzdem Krebs entstehen.

Durch die HPV-Impfung kannst du dich schützen

Kondome sind wichtig, um anderen Erkrankungen oder gar einer Schwangerschaft vorzubeugen, schützen aber häufig nicht vor HPV. Seit dem Herbst 2006 gibt es aber die Möglichkeit, sich gegen die besonders aggressiven HPV-Typen 16 und 18 mit einer HPV-Impfung immunisieren zu lassen. Ein Impfstoff beugt weiterhin den zwei HPV-Typen 6 und 11 vor, die Genitalwarzen verursachen können.

Für Mädchen und Frauen zwischen 12 und 17 Jahren (also bis zum 18. Geburtstag) übernimmt die Krankenkasse alle Kosten für die HPV-Impfung. Dreimal musst du dich insgesamt impfen lassen, um den bestmöglichen Impfschutz zu erhalten. Erst nach der dritten HPV-Impfung bist du bestmöglich geschützt. Diese vier Typen von HP-Viren, die im Impfstoff enthalten sind, haben dann keine Chance mehr, sich bei dir einzunisten und Schaden anzurichten. Eine Möglichkeit, um dich impfen zu lassen, ist ein Besuch beim Frauenarzt. Aber auch dein Hausarzt oder der Kinderarzt kann die Impfung durchführen.

Impft mich wirklich auch mein Hausarzt oder Kinderarzt?

Auch, wenn normalerweise immer zuerst nur ein Gespräch erfolgt, viele Mädchen haben Angst oder zumindest ein ungutes Gefühl vor dem ersten Besuch beim Frauenarzt. Falls du dies nicht möchtest, musst du auch nicht unbedingt einen Termin in der Frauenarztpraxis ausmachen, um dich impfen zu lassen. Dein Haus- oder Kinderarzt kann dich genauso gut gegen HPV impfen.

Je eher, desto besser

Wenn du das erste Mal ernsthaft daran denkst, mit deinem Freund zu schlafen, wird dich sehr Vieles beschäftigen. Da ist es eine echte Erleichterung, wenn du die HPV-Impfung schon hinter dir hast. Denn den bestmöglichen Impfschutz vor einer Infektion mit Virentypen, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können, hast du erst nach der dritten Spritze, und die Liebe kommt manchmal schneller als man denkt! Frage darum rechtzeitig bei deinem Frauenarzt, Kinderarzt oder Hausarzt nach, ob und wann du geimpft werden kannst. Mit deinem Arzt oder deiner Ärztin darüber zu reden, ist ganz normal. Dass du rechtzeitig an so wichtige Sachen wie die HPV-Impfung denkst, zeigt, dass du Verantwortung für Dich übernimmst und auf Deinen Körper achtest.

Nimm deine Mutter ruhig mit zum ersten Infogespräch

Es gibt die HPV-Impfung seit wenigen Jahren. Darum wird deine Mutter sie wahrscheinlich nicht bekommen haben – vielleicht weiß sie sogar noch gar nichts darüber. Da sie aber zustimmen soll, damit du geimpft werden darfst, ist es am besten, wenn du mit ihr gemeinsam einen Termin bei deiner Ärztin oder deinem Arzt vereinbarst, um über die HPV-Impfung zu reden. Dann könnt ihr euch beide nochmals ausführlich darüber informieren.

Autor: Susanne E. Kaiser
Letzte Aktualisierung: 13. Februar 2009
Quellen: Nach Informationen des Paul-Ehrlich-Instituts und des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums

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