Tägliche Tipps fürs Immunsystem (11)

Die richtige Hygiene

Einfache Verhaltensregeln schützen vor Infekten

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Wer in die Armbeuge hustet, verteilt weniger Krankheitserreger.
(c) Sharon Barnes Photography

Einfache Verhaltensregeln schützen vor Infekten: richtiges und häufiges Händewaschen, in die Armbeuge und nicht in die Hand husten sowie wichtige weitere Hygienemaßnahmen.

Erkältungen, Husten, Schnupfen sowie die Grippe werden durch Viren übertragen. Die Krankheitserreger gelangen mit dem Ausatmen beim Sprechen, Husten und Niesen in die Luft. So können sie von anderen Menschen wieder eingeatmet werden. Doch die Übertragung funktioniert nicht nur durch Tröpfcheninfektion, sondern auch über Gegenstände: Hustet jemand in die Hand oder schnäuzt in ein nicht mehr aufnahmefähiges Taschentuch, haften die Viren an den Händen. Mit jedem Händedruck und über die Türklinke oder den Haltegriff in der U-Bahn werden die Krankheitserreger weitergegeben. Weil jeder sich mit den Händen oft ins Gesicht fast, gelangen die Viren zu Mund, Nase und Augen – damit auf Schleimhäute und auf diesem Weg in den Körper.

Mit den richtigen Hygienemaßnahmen lässt sich das jedoch verhindern. Die wichtigste darunter: Händewaschen. Eine US-Studie hat ergeben, dass bereits fünfmaliges Händewaschen täglich das Ansteckungsrisiko für Husten und Schnupfen um bis zu 45 Prozent vermindern kann.

Das Robert-Koch-Institut gibt Tipps zum richtigen Händewaschen und weitere Empfehlungen, wie sich Infekte vermeiden lassen:

Hände waschen und vom Gesicht fernhalten

Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich, mindestens jedoch immer vor jedem Essen, nach dem Toilettengang und wenn Sie nach Hause kommen. Halten Sie dabei die Hände unter fließendes, warmes Wasser, reiben Sie dann die Hände eine halbe Minute lang gründlich mit Seife ein, auch zwischen den Fingern. Spülen Sie danach die Hände gut ab und trocknen Sie sie sorgfältig mit einem frischen Handtuch oder einem Einmalhandtuch ab. Achten Sie darauf, mit den Händen nicht ständig ins Gesicht zu fassen.   

Husten Sie hygienisch

Die Aufforderung "beim Husten die Hand vorhalten" ist überholt. Heute ist klar, dass dabei die Krankheitserreger in die Hand gehustet und sie darüber verteilt werden – auf allem, was der Erkrankte danach anfasst. Besser: Husten Sie in Ihre Armbeuge. Auf diese Weise bleiben Ihre Hände sauber und Sie wenden sich dabei sogar noch von Ihrem Gegenüber ab.

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Einmaltaschentücher verwenden

Benutzen Sie Papiertaschentücher. Stofftaschentücher sehen zwar hübsch aus, sind aber unter Hygienegesichtspunkten weniger geeignet. Die meisten sind sehr dünn, das Nasensekret befeuchtet beim Hineinschnäuzen also auch die Hände. Außerdem werden Stofftaschentücher meist öfter als einmal benutzt, bevor sie wieder gewaschen werden. Papiertaschentücher sind jedoch nur dann die hygienischere Alternative, wenn sie immer nur einmal benutzt werden. Also: Für jedes Mal Schnäuzen ein neues Papiertaschentuch nehmen und danach sofort wegwerfen. Umweltfreundlicher sind übrigens 100 Hygienetücher in einer Box.

Körperkontakt bei Infekten vermeiden

Egal, ob Sie selber betroffen sind oder ein Familienmitglied: Wer einen Infekt oder eine Grippe hat, sollte Schmusen und Küssen vermeiden, um sich und andere nicht anzustecken. Wenn möglich, sollte der Kranke in einem anderen Raum schlafen.

Desinfektion, wenn nötig

Normalerweise reichen Wasser und Seife. In Ausnahmefällen, etwa bei der Pflege von Kranken, kann jedoch ein Handdesinfektionsmittel günstig sein. Dabei gilt: Zuerst die Hände mit dem Desinfektionsmittel einreiben, 30 Sekunden einwirken lassen und danach waschen.

Regelmäßig lüften

In geschlossenen Räumen steigt die Virenbelastung der Luft oft stark an. Regelmäßig lüften – mindestens viermal am Tag für zehn Minuten – reinigt die Luft wieder auf natürliche Weise. Die Fenster kippen reicht allerdings nicht. Öffnen Sie die Fenster so weit wie möglich, damit der Luftaustausch optimal funktioniert

 

Mehr zum Thema Erkältungen lesen Sie in unserem Ratgeber.

Autor: Monika Preuk
Letzte Aktualisierung: 10. Oktober 2012
Quellen: American Journal of Preventive Medicine

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