Rauchen schädigt Herz und Lunge
In Deutschland starben 1999 täglich 270 Menschen an den Folgen des Rauchens, aber nur 21 Menschen an den Folgen eines Verkehrsunfalls (Quelle: WHO). Besonders Herz und Lunge werden durch das Rauchen angegriffen. Der Anteil des Rauchens an der Sterblichkeit für einzelne Krankheiten wird auf bis zu 90 Prozent geschätzt (Quelle: Deutsche Krebshilfe, 1999).
Bei bestimmten Krankheiten ist das Sterberisiko durch Rauchen besonders hoch. Dies gilt für bestimmte Krebsarten, Lungen- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Beispiel Lunge: 87 Prozent der Lungenkrebstodesfälle und 66 Prozent aller Todesfälle durch eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) sind auf starkes Rauchen zurückzuführen. Die COPD ist eine länger bestehende Erkrankung der Atemwege, auch unter dem Begriff "Raucherlunge" bekannt.
Raucher leiden häufig an Erkrankungen der Atemwege, durch das Rauchen wird die Lunge stark angegeriffen. Meist beginnt alles mit morgendlichem Reizhusten. Flimmerhärchen in Luftröhre und Bronchien sorgen dafür, dass keine Fremdstoffe von außen in die Lunge geraten. Dieser Schutz wird durch Tabakteer lahm gelegt, da die Flimmerhärchen zerstört werden. Durch Husten versucht der Körper, die auf den Schleimhäuten abgelagerten Stoffe loszuwerden. Der Reizhusten wird langfristig oft zur chronischen Bronchitis. Häufig kommt hierzu eine Lungenblähung, auch Emphysmen genannt, hinzu. Bei dieser Krankheit ist im Spätstadium jeder Atemzug anstrengend. Grund: Die beim Ausatmen verbrauchte Luft wird nicht vollständig aus den Lungen ausgestoßen. Die Zahl der funktionstüchtigen Lungenbläschen nimmt ab.
Jährlich erkranken in Deutschland 80.000 bis 90.000 Raucher an Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Quelle: Institut für Nikotinforschung und Raucherentwöhnung, 2000). Rauchen beschleunigt den Herzschlag und bringt die Blutgerinnung auf Trab. Das hat eine erhöhte Thrombosegefahr zur Folge.
Ein weiterer Übeltäter ist das gefährliche Kohlenmonoxid im Tabak. Es gelangt über die Lungenbläschen ins Blut, wo es sich mit den roten Blutkörperchen verbindet. Sie können dadurch weniger Sauerstoff transportieren. Leidet das Gehirn Mangel, wirkt sich dies direkt in Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Übelkeit aus.
Das im Rauch enthaltene Kohlenmonoxid erhöht außerdem den Fettgehalt des Blutes erheblich. Die Folge: Koronare Herzerkrankungen, einschließlich Herzinfarkt, Schlaganfall und arterielle Verschlusskrankheiten, auch bekannt unter dem Begriff "Raucherbein". Auch eine verminderte Knochendichte, die sogenannte Osteoporose, kann auftreten.
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