Mehr Bewegung in der Schule
Bewegung ist ein Grundbedürfnis jedes Kindes und unerlässlich für eine gesunde Entwicklung. Auch in der Schule sollte Bewegung dazu gehören, denn auch die Lernleistung profitiert von körperlicher Aktivität.
Kinder sind neugierig und wollen lernen. Doch nicht nur der Kopf braucht Bewegung: Kinder sollten sich täglich mindestens eine Stunde lang auspowern, um sich gesund zu entwickeln. Von diesem Ideal ist die Realität in der Schule jedoch weit entfernt. Deshalb sollten Kinder auch außerhalb des Sportunterrichts die Gelegenheit haben, sich zu bewegen und sich bei Spielen auszutoben. Ideal sind die Pausen zwischen den Unterrichtsstunden, aber auch der Unterricht selbst lässt sich nutzen.
Bewegung in der Schule zahlt sich aus
Mehr Bewegung in der Schule beugt Haltungsschäden durch langes Sitzen entgegen. Außerdem sind Kinder ausgeglichener und weniger aggressiv, wenn sie sich ausreichend bewegen können und spielerisch an ihre körperliche Grenzen kommen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl wird gestärkt und aufgrund der Regeln, die beim Spiel in der Gruppe benötigt werden, fällt es leichter, sozialen Konflikten vorzubeugen.
Längst ist nachgewiesen, dass sich Bewegung auch auf Leistungen in der Schule positiv auswirkt. Denn wer sich bewegt, ist stressresistenter, lernt leichter und verankert neues Wissen besser. Kinder können sich leichter neues Wissen aneignen, wenn alle Sinne gefordert werden. Außerdem geht neues Wissen weniger schnell verloren, wenn es spielerisch und über viele Kanälen vermittelt wird und die Kinder die Möglichkeit haben, den für sie idealen Lernweg zu finden. So merken sich Kinder, aber auch Erwachsene zum Beispiel Wörter und Zahlen leichter, wenn sie sich rhythmisch bewegen oder den Lernstoff laut wiederholen. Und der Spaß kommt auch nicht zu kurz, was sich wiederum positiv auf die Motivation auswirkt.
Bewegung fördert die Konzentration
Kinder werden in der Schule mit einer Fülle von Lernstoff konfrontiert. Damit dieser überhaupt erst richtig aufgenommen wird, ist eine gehörige Portion an Aufmerksamkeit und Konzentration nötig. Dafür wiederum müssen die Nervenzellen im Gehirn nicht nur ausreichend aktiv, sondern zudem gut mit Sauerstoff versorgt sein. Bei Bewegung und Spiel wird sowohl die Sauerstoffversorgung, als auch die Stoffwechselaktivität des Gehirns verbessert. Körperliche Aktivität hilft außerdem dabei, selbst in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren und sorgt zudem für eine Extra-Portion an Endorphinen, die gute Laune zaubern.
Besonders in der Schule unkonzentrierte Kinder sollten die Möglichkeit zu mehr Bewegung bekommen. Statt zum Stillsitzen und Zuhören ermahnt zu werden, sollten sie lieber eine Runde auf dem Schulhof drehen, damit sie danach mit frischer Aufmerksamkeit und mehr Konzentration in den Unterricht zurückkehren können.
Ansätze für mehr Bewegung in der Schule
Viele Eltern, Lehrerinnen und Lehrer engagieren sich für mehr Bewegung in der Schule; ob im Unterricht, in den Pausen oder der Freizeit. Im Zentrum vieler Projekte steht ein kindergerechter Rhythmus, der einen ständigen Wechsel zwischen Belastung und Entspannung ermöglicht. Kurze Bewegungspausen sind ebenso sinnvoll wie regelmäßige Entspannungsübungen und sollten den aktuellen Bedürfnissen der Kinder angepasst werden. Auch der Fachunterricht bietet zahlreiche Möglichkeiten für körperliche Aktivität. Kinder sollten die Gelegenheit haben, neue Themen aktiv zu erarbeiten. So können sie etwa im Matheunterricht geometrische Formen mit dem Körper darstellen oder im Musikunterricht zum Takt marschieren oder hüpfen. In den Unterrichtspausen gibt es für Kinder nichts Schöneres, als nach Lust und Laune herumzutoben. Spielgeräte und Spielfelder sind ideal, um dem Spieltrieb ungehinderten Lauf zu lassen.
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