Hörimplantat

Verbesserte Hörqualität dank Hörimplantat

Ein neues Hörimplantat verhilft Patienten mit Innenohr-Schwerhörigkeit zu mehr Lebensqualität. Nun bietet ein erstes Krankenhaus das kleine und robuste Gerät an.

Das Hörimplantat stellt gerade für Betroffene, bei denen konventionelle Hörgeräte keine befriedigende Verbesserung herbeiführen, eine bedeutende Alternative dar. Das Gerät besteht aus drei Teilen, die komplett implantiert und dadurch unsichtbar werden. Ein großer Vorteil dieser Methode ist, dass äußere Faktoren wie Feuchtigkeit, Wind, Schmutz und Staub keinen Schaden stiften können. Ein weiterer Unterschied zu konventionellen Geräten besteht in der Funktionsweise. Weil das Hörimplantat den Schall direkt von der Gehörknöchelkette aufnehmen kann, werden Mikrofon oder Lautsprecher überflüssig.

Patienten, die das Implantat bereits tragen, berichten, dass sie Stimmen in lauter Umgebungen und selbst feinste Geräusche wieder klar hören können. Sie geben außerdem an, dass es im Unterschied zu konventionellen Geräten nicht zu Hintergrundrauschen oder Pfeifgeräuschen durch akustische Rückkopplung kommt. So wirksam das Implantat ist, so pflegeleicht ist es. Alles was nötig ist, um das Gerät am Laufen zu halten, ist ein Batteriewechsel nach vier bis fünf Jahren. Einmal ausgewechselt kann der Patient mit dem Gerät wieder problemlos schwimmen, Sport treiben, duschen, sich ausgiebig an Gesprächsrunden beteiligen oder sogar Tätigkeiten mit Helmen oder Kopfhörern ausüben.

Prof. Steffen Maune, Chefarzt der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Holweide über die medizinische Sensation: „Das Hörimplantat ist meines Erachtens die derzeit beste Alternative bei Innenohrschwerhörigkeit, wenn eine konventionelle Hörgerätversorgung an ihre Grenzen stößt. Die dabei gewonnene Hör- und Lebensqualität ist laut Aussagen meiner Patienten erstaunlich.

Das Hörsystem Esteem ist von der Firma Envoy Medical Corporation. Im Jahr 2006 wurde es mit dem Popular Science Award in der Kategorie persönliche Gesundheit ausgezeichnet.

Autor: Springer Medizin
Veröffentlicht am: 13. Mai 2008
Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2012
Quellen: Nach Informationen der HNO-Klinik Köln-Holweide

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