Hausmittel & Öle

Apfelessig – altes Hausmittel neu entdeckt

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home made apple vinegar close up shoot

Apfelessig ist gesund – so einfach lassen sich die Untersuchungen zu dem alten Hausmittel auf den Punkt bringen. Er enthält wertvolle Inhaltsstoffe, wirkt bei vielen Beschwerden heilend. Ein Beispiel: der saure Trank verhindert die Ausbreitung von Fäulnisbakterien im Darm – Verstopfung und Blähungen können so auf natürliche Art gelindert werden

Apfelessig hat sich vom traditionellen Urgewürz zum modernen Hausmittel gemausert. Der amerikanische Landarzt D. C. Jarvis beschrieb im Jahre 1958 zum ersten Mal, welche positiven Inhaltsstoffe Apfelessig enthält und wie sie auf den Körper wirken. Dabei stellte er fest, dass alle Vitamine und Spurenelemente, die auch im Apfel vorkommen, durch den natürlichen Gärungsprozess zu Essig erhalten bleiben und sogar konserviert werden. Im Laufe der Gärung gesellen sich noch andere, wichtige Substanzen hinzu, die im frischen Apfel nicht enthalten sind, so zum Beispiel Tannin (Gerbsäure in Tee und Rotwein), Bioflavonoide (Schutzstoffe in Pflanzen, schützen sie vor schädlichen Umwelteinflüssen), Fermente (Enzyme) und organische Säuren wie Essig-, oder Zitronensäure.

In einer Studie über Apfelessig  wurden bei der Verdunstung mehr als 90 Inhaltsstoffe nachgewiesen. Neben Ketonen (Abbauprodukte des Fettstoffwechsels im Körper) sind 18 verschiedene Alkoholarten, organische Säuren, Ballaststoffe, Enzyme, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente im Apfelessig enthalten.

Apfelessig ist reich an Vitamin A, C und denen der B-Gruppe.

Von den Mineralstoffen sind im Apfelessig Kalium, Natrium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Chlor, Schwefel und an Spurenelementen Eisen, Fluor, Mangan, Silizium, Kupfer und Bor enthalten. Jedes einzelne von ihnen wird vom Körper täglich gebraucht.

Apfelessig kann regelmäßig getrunken zu einer ausreichenden Versorgung an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen aktiv beitragen. Besonders Kinder, Schwangere, Sportler, Raucher und gestresste Menschen haben einen erhöhten Vitamin- und Mineralstoffbedarf und können diesen durch eine gesunde, vollwertige Ernährung, verbunden mit einem täglichen Glas Apfelessig natürlich decken.

Regelmäßig getrunken verhindert Apfelessig zudem die Ausbreitung von Fäulnisbakterien im Darm. Beschwerden wie Verstopfung und Blähungen können so auf natürliche Art gelindert werden. Wichtig ist hier jedoch eine Kontinuität in der Nutzung des Essigs: Vor jeder Mahlzeit sollte ein Esslöffel Essig mit Mineralwasser oder stillem Wasser gemischt getrunken werden.

Reformhaus oder Supermarkt?

Apfelessig gibt es in vielen Variationen zu kaufen. Im Reformhaus erhalten Sie hochwertige Sorten, die aus ganzen Äpfeln hergestellt werden und denen nach Ende der natürlichen Gärung keine chemischen Zusätze beigemischt worden sind. Auf dem Flaschenetikett können Sie lesen, ob ganze Äpfel verarbeitet wurden und ob diese aus biologischem Anbau stammen. Der Alkoholgehalt darf maximal 0,2 Prozent betragen.

Industriell produzierter Apfelessig dagegen wird nur aus Apfelresten wie Kernen, Stängel, Schalen oder Ähnlichem gewonnen. Diesem Essig wird die Essigsäure künstlich zugesetzt und er enthält die wertvollen Inhaltsstoffe nur noch zu einem ganz geringen Anteil.

Autor: Springer Medizin
Veröffentlicht am: 11. Dezember 2007
Letzte Aktualisierung: 23. November 2011

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