Medical Wellness - Thermalbaden
Gesundes Thermalwasser
Heiße Quellen und ihre wohltuende Wirkung waren schon bei den alten Römern sehr beliebt. Auch heutzutage nutzen Erholungssuchende die sogenannten Thermalbäder- und -quellen, um Entspannung und Wohlbefinden zu erfahren.
Heißes Wasser aus den Tiefen der Erde
Thermalwasser bedeutet übersetzt nichts anderes als heißes Wasser. Wo es aus der Erde sprudelt, werden unterirdische Wasservorkommen durch vulkanische Hitze erwärmt und an die Oberfläche getrieben. Thermalwasserquellen sind mindestens 20 Grad Celsius warm. Sie wurden schon von den Römern und Griechen für ihre heilsame und entspannende Wirkung geschätzt und genutzt. Auch der Begriff "Spa" stammt aus dem Lateinischen: "sanus per aquam" - "Gesund durch Wasser". Genutzt werden kann das natürliche Thermalwasser für Bade- und Trinkkuren.
Mineral- und Heilwasser für die Gesundheit
Viele Thermalquellen werden von natürlichen Mineral- oder Heilwasserquellen gespeist. Je nach Zusammensetzung sind sie für die Behandlung und Vorbeugung verschiedener Krankheitsbilder geeignet. Durchläuft die Quelle eine Salzablagerung in der Erde, sprudelt sogar heißes Solewasser an die Oberfläche. Einige wichtige Bestandteile von Thermalquellen sind Kochsalz (Natriumchlorid), Kohlensäure, Schwefel, Jod, Kalzium, Eisen, Magnesium, Kalium und Fluor.
Heilwasser oder Mineralwasser?
Mineral- und Trinkwasser gelten in Deutschland als Lebensmittel. Heilwasser dagegen wird als Arzneimittel gewertet. Erst wenn die medizinische Wirkung wissenschaftlich erwiesen ist, darf sich eine Quelle "Heilwasserquelle" nennen. Heilwasser sollte man darum auch nicht ohne medizinische Indikation trinken. Mineralwasser dagegen ist als Lebensmittel für den täglichen Bedarf geeignet. Aber auch hierbei sollte man auf die Zusammensetzung und die enthaltenen Mineralien achten, um sich das richtige Wasser für seine Bedürfnisse auszusuchen.
Quellen für unterschiedliche Krankheitsbilder
Je nach Zusammensetzung bieten sich die einzelnen Thermalquellen als Therapiemöglichkeiten für unterschiedliche Krankheitsbilder an: Kohlensäurehaltiges Wasser kann bei leichten und mittleren Blutdruck- und Kreislaufbeschwerden eingesetzt werden und regt spürbar die Durchblutung an. Schwefelhaltige Quellen riechen zwar nicht besonders einladend, sind aber sehr gut geeignet, um Hauterkrankungen wie Akne, Schuppenflechte, Neurodermitis oder rheumatische Muskel- und Gelenkerkrankungen zu lindern. Solebäder mit ihrem hohen Salzgehalt sind ebenfalls bei Muskel- und Gelenkprobleme gut und können auch bei allgemeinen Anspannungszuständen zur Besserung des Befindens beitragen.
Auch innerlich angewendet eine wahre Wohltat
Viele Heil- und Kurorte bieten neben Thermalbädern auch andere Anwendungsformen der heilsamen Quellen an: Trinkkuren können bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder dem metabolischen Syndrom helfen. Inhalationen mit Thermalwasser unterstützen wiederum die Therapie bei chronischen Atemwegsleiden. Auch bei verschiedenen Hauterkrankungen können Wickel und Packungen, die mit Heil- oder Solewasser angereichert sind, gute Erfolge erzielen. Und nicht zuletzt ist ein Aufenthalt in einem Heil- oder Kurort mit Thermalwasser-Anwendungen natürlich auch für Gesunde geeignet, die sich einfach vom alltäglichen Stress erholen wollen.
Wer darf nicht ins Thermalwasser?
Bei bestimmten Indikationen ist jedoch Vorsicht geboten. So sind Thermalbäder für Herz und Kreislauf recht anstrengend. Zudem erweitern sich durch die Wärme auch die Venen in Armen und Beinen. Patienten mit ausgeprägter Herz-Kreislauf-Schwäche, Menschen, die zu Krampfadern neigen, Kleinkinder und Schwangere sollten Thermalwasseranwendungen daher eher nicht nutzen oder nur nach ärztlicher Empfehlung ausprobieren.




