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Stoffwechsel - Schrothkur

Wer sollte "schrothen" und wer nicht?

Die Schrothkur ist ein anerkanntes Naturheilverfahren, das sich gegen eine Vielzahl von Beschwerden und Risikofaktoren einsetzen lässt. Bei bestimmten Gesundheitsproblemen ist aber Vorsicht geboten.

Eine Schrothkur hilft bei vielen gesundheitlichen Problemen

Besonders bei erhöhten Blutfett- und Harnsäurewerten, Übergewicht, Migräne, Erschöpfungszuständen und anderen, sogenannten Zivilisationskrankheiten ist die positive Wirkung einer Entschlackungskur nach Schroth belegt und wird sogar von den Krankenkassen bezuschusst. Bei akuten Entzündungsprozessen, Unfällen oder Operationen sollte mit der Kur aber gewartet werden, bis diese überstanden sind, da die unspezifischen Reize im Rahmen der Kur sonst eher negative Auswirkungen haben können.

Gut fürs Blut

Viele Menschen, die unter erhöhten Blutfettwerten leiden, können mit einer Schrothkur diese Parameter wieder ins Lot bringen. Grund hierfür scheinen die fettfreie Ernährung und die positiven Wirkungen der Trinkkur zu sein. Auch andere Blutwerte, wie zu hohe Zucker- und Harnsäurespiegel, lassen sich im Rahmen des "Schrothens" oft senken. Darum ist diese Art der Fastenkur besonders für Patienten mit Diabetes Typ 2 und Neigung zu Gicht geeignet. Die fettfreie, salzarme Diät hat aber auch noch einen anderen positiven Nebeneffekt: "Schrother" verlieren auch Gewicht. Damit senkt das Naturheilverfahren das Diabetesrisiko gleich in zweifacher Weise, gilt doch Übergewicht als eines der Hauptrisiken für Alterszucker.

Schrothen regt die Drüsenfunktionen an

Im Rahmen der Schwitz- und Trinkkur kommen auch die körpereigenen Drüsen wieder in Schwung. Wer zum Beispiel zu wenig Schilddrüsenhormon produziert, kann aufgrund der Schrothkur auf eine vermehrte Ausschüttung des Schilddrüsenhormons Thyroxin hoffen. Allgemeine Schwäche, Darmträgheit und sogar durch Thyroxinmangel verursachte Herzschwäche werden so auf natürliche Weise gemildert. Auch bei erhöhtem Blutdruck wirkt sich die Schothkur oftmals positiv aus. Gleichzeitig sinkt das Risiko für Folgeerscheinungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Arterienverkalkung. Risikopatienten sollten darum ruhig einmal im Jahr "schrothen".

Die Haut als "dritte Niere"

Die morgendlichen Schwitzkuren bringen nicht nur die Immunabwehr auf Trab. Durch die Haut werden auch Schadstoffe ausgeschwemmt - der Körper wird förmlich von innen gereinigt. Raucher zum Beispiel, die sich gerade von ihrer schlechten Angewohnheit befreien konnten, scheiden dank der Schwitzkuren viel vom angesammelten Gift aus dem Körper aus. Die Allergieneigung kann verringert werden, bei chronischen Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder Bronchien wird die Heilung unterstützt. Die intensive Wärme während der Schrothpackung fördert zudem die Hautdurchblutung und wirkt sich positiv bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Akne aus.

Gut für die Seele

Das Burn-Out-Syndrom ist schon lange nicht mehr nur ein Problem gestresster Manager. Die Belastung durch Beruf und Familie kann bei jedem zu Erschöpfungszuständen, Migräne, Depressionen und psychosomatischen Erkrankungen führen. Auch chronische Magen-Darm- oder Blasenprobleme haben oft eine große psychische Komponente, die durch die intensive Entspannung während einer Schrothkur wieder ins Lot gebracht werden kann.

Wer sollte auf die Schrothkur verzichten?

Während der Schrothkur wird der Körper einer ganzen Reihe von Reizen ausgesetzt. Darum sollten Menschen, deren Organismus sich aufgrund einer akuten entzündlichen oder fiebrigen Erkrankung bereits im "Kampfzustand" befindet, so lange auf eine Schrothkur verzichten, bis sie das Okay von ihrem Arzt bekommen haben. Schrothen darf man erst wieder, wenn Fieber und akute Entzündungen abgeklungen sind oder eine chronische Erkrankung unter Kontrolle ist. In jedem Fall sollte man vor Beginn einer Schrothkur Rücksprache mit seinem behandelnden Arzt halten, um die gesundheitlichen Voraussetzungen abzuklären, aber auch individuelle Wünsche und Gegebenheiten, die die Kur betreffen, abzustimmen.


Quelle: Nach Informationen von Deutscher Schrothverband e.V.
Autor: Susanne E. Kaiser
Stand: Apr 21, 2009


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