
Rücken & Gelenke
Weniger Rückenschmerzen durch gute Urlaubsplanung
Lange Fahrten oder Flugreisen und die Schlepperei des Gepäcks sind zu Beginn des Urlaubs lästig, und auf der Heimreise können sie sogar viel von der guten Erholung wieder zunichtemachen. Mit der richtigen Planung kann man aber für einen entspannten Urlaub sorgen.
Ich packe meinen Trolley
Was schleppt man nur immer alles mit, wenn es auf Reisen geht! Um sich nicht mit zu schweren Koffern zu belasten, sollte man sorgfältig auswählen und nur das mitnehmen, was man wirklich braucht. Die Menge lässt sich zusätzlich reduzieren, wenn man während des Urlaubs einen Gang in den Waschsalon mit einplant. Zum Glück ist die Zeit der schweren, unhandlichen Koffer vorbei: Modernde Gepäckstücke sind meistens mit Rollen und Griff versehen und rollen quasi von selbst hinter dem Reisenden her. Achten Sie aber darauf, dass der Griff höhenverstellbar ist, damit Sie aufrecht gehen können und sich der Rücken beim Laufen nicht verbiegt. Und sollten Sie nicht umhin kommen, Ihr Gepäck zu tragen, achten Sie auf die richtige Haltung: Lasten werden generell eng am Körper gehoben, gehen Sie dabei in die Knie, um die Wirbelsäule gerade zu halten. Falls Ihr Urlaubsanbieter einen Gepäckservice anbietet, entfällt das lästige Schleppen sogar ganz. Lassen Sie sich beraten!
Auf der Reise in Bewegung bleiben
Flugreisen in der Touristenklasse beinhalten oft unbequeme Sitze und wenig Beinfreiheit. Rückenpatienten sind darum im Flugzeug mit einem Platz am Gang besser bedient als mit einer Sitzgelegenheit am Fenster. Auch wenn die Aussicht weniger spektakulär ist, kann man am Gang wenigstens die Beine ausstrecken, aufstehen und sich ausstrecken oder auf kleine Wanderungen Richtung Waschraum gehen, ohne seine Nachbarn jedes Mal aus den Sitzen scheuchen zu müssen. Reisende in der Bahn sind ebenfalls mit einem Platz am Gang besser bedient als mit den beliebten Fensterplätzen. Sogar große Menschen können dort ihre Beine etwas ausstrecken und die Sitzposition regelmäßig ändern. Das beugt Rückenschmerzen vor.
Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte alle zwei Stunden eine kurze Pause einlegen und sich ein wenig die Beine vertreten. Besonders der untere Rücken dankt Ihnen die kleinen Bewegungseinlagen. Und mit einem aufblasbaren Nackenkissen ist für die Beifahrer sogar ein Schläfchen möglich, ohne dass sie mit verspanntem Schulter-Hals-Bereich aufwachen.
Mit dem Fahrrad auf Entdeckungstour
Am Urlaubsort gibt es meist viel zu entdecken. Sightseeing-Angebote können vor Ort gebucht werden oder sie sind in vielen Urlaubspauschalen auch schon enthalten. Aber anstatt sich mit einem Reisebus von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten kutschieren zu lassen, kann man auch seiner Gesundheit etwas Gutes tun, während man den Kulturhunger stillt: Mieten Sie statt der Bustour doch einfach ein Fahrrad und begeben Sie sich auf Entdeckungsreise. Die Fahrradverleiher stellen Ihnen gerne Sattel und Lenker in eine rückenkomfortable Position ein. Bei vielen Reiseanbietern stehen den Gästen sogar hauseigene Fahrräder zur Verfügung. Auch die Natur lässt sich per Fahrrad sehr gut erkunden.
Zu weich, zu hart oder sogar durchgelegen?
Hotelbetten, besonders einfache Modelle in den günstigeren Kategorien, können für Rückengeplagte problematisch sein. Erkundigen Sie sich auf jedem Fall beim Reiseanbieter Ihres Vertrauens nach der Beschaffenheit der Betten und Matratzen. Viele Hotels sind bereits auf Rückenpatienten eingestellt und bieten verstellbare Lattenroste oder besondere Matratzen an. Sollten Sie vor Ort gar nicht mit ihrem Bett zurechtkommen, wenden Sie sich auf jeden Fall an das Hotelpersonal oder die Reiseleitung, bevor Sie sich durch Rückenschmerzen den Urlaub verderben lassen.




