Künstlich oder natürlich?
Für wen kommt die Moortherapie in Frage?
Moorbäder und Mooranwendungen können bei vielen Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch zur lang ersehnten Schwangerschaft führen. Leider helfen sie nicht in jedem Fall.
Vor der Moorkur mögliche körperliche Ursachen abklären lassen
Nicht immer ist es "nur" ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt oder eine psychische Blockade, die den Kinderwunsch unerfüllt lässt. Um andere mögliche Ursachen auszuschließen, sollte sich jede Frau, die ungewollt kinderlos bleibt, genau wie der jeweilige Partner, beim Facharzt durchchecken lassen. Undurchlässige Eileiter oder Samenstränge, zu geringe Spermienzahlen oder unbewegliche Spermien, gutartige Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur (sogenannte Myome) oder auch die Endometriose, eine Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter wächst und Hormonschwankungen verursacht, sind häufige Diagnosen, wenn das Wunschkind auf sich warten lässt. In solchen Fällen finden Männer und Frauen Hilfe bei der Schulmedizin. Die Naturheilkunde, zu der auch Moorheilanwendungen zählen, kann aber unterstützend angewendet werden.
Voraussetzungen für den Erfolg der Moortherapie
Viele Paare, die sich vergeblich ein Baby wünschen, sind körperlich völlig gesund. Aus klinischer Sicht liegt also kein Grund vor, warum die Frau nicht schwanger werden sollte. Psychischer Druck, zu viel Stress oder eine Gelbkörperschwäche können dann die Ursache für das Ausbleiben des Wunschkindes sein. Auch Östrogenmangelzustände stehen einer Schwangerschaft im Wege. In solchen Fällen ist eine Moorkur auf jeden Fall anzuraten. Ins Vollbad darf jede gesunde Frau, die kein Herz-Kreislauf-Problem hat und die nicht unter Krampfadern leidet. Weitere Einschränkungen für Vollbadanwendungen sind offene Wunden oder nässende Ekzeme. In diesen Fällen sind jedoch lokale Anwendungen wie Teilpackungen oder Moortamponaden möglich.
Die Moorkur als natürliche Alternative
Die großen Vorzüge einer Moorbehandlung gegenüber anderen Methoden wie Hormonkuren oder der künstlichen Befruchtung liegen in der einfachen und nicht belastenden Anwendung für die Frau und einer guten Verträglichkeit. Die Mutter und das zu erwartende Baby finden auf natürlichem Weg zueinander. Und die Erfolgsquote spricht auch für sich: Über 60% der Frauen, die in einer Studie der Universität München mit Mooranwendungen gegen Kinderlosigkeit behandelt worden waren, wurden im Anschluss auch wirklich schwanger. Aber egal ob natürlich oder schulmedizinisch - das Babyglück ist immer das gleiche.
Viele weitere positive Effekte
Neben der fruchtbarkeitsfördernden Wirkung haben Mooranwendungen darüber hinaus viele weitere positive Effekte auf die Gesundheit und das körperliche Wohlbefinden. Sie lassen sich daher auch bei vielen anderen Indikationen erfolgversprechend einsetzen. Sie helfen unter anderem auch bei weiteren Erkrankungen, die durch Mangelzustände des weiblichen Hormons Östrogen hervorgerufen werden, z.B. bei Osteoporose oder Wechseljahresbeschwerden, bei Beschwerden des Gelenk- und Stützapparates oder Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte. Außerdem wirkt ein Moorbad wunderbar entspannend und glättet und strafft die Haut.




