
Atemwegsgesundheit
Bei Asthma im Aktivurlaub sanft die Lungen trainieren
Regelmäßige körperliche Bewegung trainiert die Atemmuskulatur, erhöht die Atemtiefe und beugt damit einem Anstrengungsasthma vor. Auch in der Urlaubszeit sollte man seine tägliche Sport-Dosis einplanen.
Chronische Erkrankungen der Atemwege können durch einfache Verhaltensänderungen im täglichen Leben positiv beeinflusst werden. Bewegung ist in jedem Falle gut. Asthmatiker können ihre Atemmuskulatur trainieren und die Kondition verbessern. Wer seinen Körper an regelmäßige leichte Bewegung gewöhnt, läuft auch weniger Gefahr, ein Belastungsasthma zu entwickeln. Der nächste Urlaub bietet eine ideale Gelegenheit, sich sein persönliches Bewegungsprogramm zusammenzustellen und loszulegen.
Langsam, gleichmäßig, regelmäßig
Bei Asthma eignen sich alle Sportarten, die eine gleichmäßige, nicht zu große Anstrengung darstellen: Wandern, Walken, Schwimmen, Paddeln oder Rudern und auch Fahrradtouren sind ideal, um die Atemmuskulatur zu trainieren und die Atemtiefe zu verbessern. Darüber hinaus ermöglichen die moderaten Ausdauersportarten, dass man die Trainingsintensität gut regulieren und dem individuellen Leistungsvermögen anpassen kann. Bei der Urlaubsplanung sollten Asthmatiker gezielt nach Urlaubsangeboten suchen, die ein gutes Umfeld für diese Sportarten bieten. Sogar einem richtigen Aktivurlaub steht nichts im Wege. Viele Urlaubsanbieter haben spezielle Sportprogramme für Lungenpatienten im Programm. Langsam und gleichmäßig muss die Bewegung sein, dann gerät der Körper nicht in Stress und die positiven Effekte können sich voll entfalten.
Auch im Urlaub den Sport langsam angehen
Beim Wandern oder Radeln in schöner Natur oder bei Paddelausflügen auf Seen und Fließgewässern kann man seine Kondition verbessern und seinen Atemwegen etwas Gutes tun. Aber bitte immer langsam anfangen! Menschen mit überempfindlichen Atemwegen müssen sich langsamer und vorsichtiger aufwärmen als Gesunde. Wenn die Atemfrequenz langsam steigt, können sich die Bronchien an die größere Belastung behutsam gewöhnen und reagieren nicht mit Verkrampfungen. Besonders Untrainierte dürfen nicht gleich an die Leistungsgrenze gehen. Aber auch wer zu Hause regelmäßig walkt, joggt oder schwimmen geht, sollte sich in den Ferien nicht viel mehr zumuten als im Alltag.
Klima- und Umweltreize beachten
Atemwegspatienten, die gerne aktiv unterwegs sein wollen, sollten ihren Urlaubsort so wählen, dass das Klima zwar anregend, aber nicht zu extrem ist. Wenn die klimatischen Bedingungen eine zu große Belastung für den Körper darstellen, kann der zusätzliche Sport schnell zu viel werden. Auch ist es wichtig zu wissen, ob die Pollenbelastung am Traumziel saisonal gerade hoch oder niedrig ist. Am besten man bespricht die Urlaubspläne mit seinem Lungenfacharzt und erkundigt sich bei seinem Urlaubsanbieter nach den Bedingungen und der medizinischen Betreuung vor Ort. Ansässige Touristeninformationen verfügen zumeist über geeignetes Informationsmaterial zu empfohlenen Wanderwegen, Sporteinrichtungen, Wetter- und Pollenflugvorhersagen. Natürlich muss man auch seine Asthmamedikamente und sein Peak-Flow-Meter dabei haben. Dann steht einem schönen Urlaubserlebnis nichts mehr im Wege.




