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Lindern und Vorbeugen

Kuraufenthalte bei Heuschnupfenleiden

Immer mehr Menschen leiden an einer Pollenallergie. Besonders bei Kindern haben die Fallzahlen dramatisch zugenommen. Ein Kuraufenthalt hilft, das Leiden zu lindern und einer Asthmaerkrankung vorzubeugen.

Pollenallergie birgt Asthmagefahr

Schon heute leidet eines von zehn Kindern im Grundschulalter unter Asthmasymptomen. Und die Fälle nehmen zu. Asthma entsteht meistens aus einer Allergie, die sich zunächst als Heuschnupfen äußern kann und die später in die unteren Atemwege ?abrutscht?. Als wichtigste Allergieauslöser kennt man heute natürliche Stoffe wie Pollen oder Hausstaubmilben. Die Veranlagung zur Allergie wird auch vererbt. Aber nicht jeder mit einer Veranlagung muss auch erkranken. Wichtig ist, schon bei den ersten Symptomen eines Heuschnupfens ärztliche Hilfe zu suchen, damit aus der scheinbar harmlosen Allergie kein Asthma entsteht.

Aus jedem zweiten Heuschnupfen wird später Asthma

Bei jedem zweiten Heuschnupfenpatienten findet ein sogenannter Etagenwechsel statt: Die Allergiesymptome verlagern sich von den oberen Atemwegen wie Nase und Nebenhöhlen in Bronchien und Lunge. Statt zu Niesattacken kommt es dann zu Atemnot. Um dieser Entwicklung vorzubeugen, sollte man rechtzeitig ärztlichen Rat einholen. Wer sich regelmäßig behandeln lässt, kann seine Allergie besser in Schach halten. Ein Kuraufenthalt hilft vor allem kleineren Patienten, einem späteren Asthma vorzubeugen.

Vorsorgekur oder Reha-Maßnahme?

In einer Vorsorgekur soll dafür gesorgt werden, dass durch bestimmte Lebensweisen und eine gute medikamentöse Einstellung aus einer Allergie kein Asthma entsteht. Ist das Kind bereits an Asthma erkrankt, wird die Kinderärztin oder der Kinderarzt eine Reha-Maßnahme beantragen, um den Asthmastatus zu verbessern. Man unterscheidet ambulante Maßnahmen, bei denen der kleine Patient tagsüber kurmäßig betreut wird, aber zu Hause wohnt, von stationären Kuraufenthalten, die abhängig vom Alter auch als Eltern-Kind-Kur möglich sind. Diese finden nicht am Wohnort statt, sondern beispielsweise in einem Heilklimatischen Kurort. Welche Kur für Ihr Kind am besten geeignet ist, sollte gemeinsam mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin besprochen werden.

Der Weg zur Kur

Eine Kur kann in der Regel alle vier Jahre bei der Krankenkasse beantragt werden. Ist eine frühere Wiederholung der Kurmaßnahme notwendig, kann der behandelnde Arzt oder die Ärztin aber auch schon früher einen Antrag stellen. Über das "Wie" und "Wo" einer Kur kann man sich zuerst in der Arztpraxis betraten lassen. Die Kostenübernahme wird nach Antragstellung von der zuständigen Krankenkasse geprüft.

Die kindgerechte Kur

Es genügt natürlich nicht, den kleinen Patienten einfach nur in ein Gebiet mit sauberer Luft zu bringen. Der Effekt wäre nur von kurzer Dauer. In einer kindgerechten Kur wird Wert darauf gelegt, dass das Kind lernt, mit der Krankheit besser zurechtzukommen, und natürlich soll die Gesundheit nachhaltig gestärkt werden. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, darum sollte man bei der Auswahl des Kurortes darauf achten, dass spezielle Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche im Vordergrund stehen und die Behandlung und Betreuung der Sprösslinge durch Kinder- und Jugendfachärzte gewährleistet wird. Neben heilsamen Kuranwendungen wie Inhalationen und Wasserkuren sollte der Lerneffekt für den Alltag einer der Hauptprogrammpunkte sein. Zum Lernprogramm sollten gehören: der richtige Umgang mit den Medikamenten, eine Bewegungs- und Ernährungsberatung sowie eine psychologische Betreuung, damit die Kinder lernen, dass sie auch mit ihrer Erkrankung ein ganz normales Leben führen können, solange sie sich an gewisse Spielregeln halten.


Quelle: Nach Informationen von pina e.V. - Initiative für ein Leben ohne Allergien und Asthma
Autor: Springer Medizin
Stand: Oct 7, 2009


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