Mineralien als Heilmittel

Edelsteintherapie (Lithotherapie)

Edelsteintherapie (Lithotherapie)
Die Edelsteintherapie setzt auf positive Schwingungen von Mineralien und Edelsteinen.
PantherMedia / Ioan Florin Cnejevici

Anhänger der Edelsteintherapie (Lithotherapie) schreiben Mineralien und hier insbesondere Edelsteinen heilende Wirkung zu. Wissenschaftlich belegt ist diese allerdings nicht.

Die Edelsteintherapie oder Lithotherapie, auch als Steinheilkunde bezeichnet, gehört zu den alternativmedizinischen Verfahren. Die Heilkraft der Edelsteine wird dabei ihrer Kristallstruktur mit einer bestimmten Anordnung der einzelnen Atome zugeschrieben, die Schwingungen aussenden. In der Lithotherapie geht man davon aus, dass die verschiedenen Edelsteinarten sich in ihrer Wirkung durch unterschiedliche, typische Schwingungsmuster unterscheiden, die im Biofrequenzbereich unserer Körperzellen liegen und so positiven Einfluss auf Zellfunktion und damit auf Gesundheit und Wohlbefinden ausüben. 

Schon die alten Babylonier glaubten an Kraft der Edelsteine

Berichte über die Heilwirkung von Edelsteinen gibt es aus fast allen antiken Kulturen. Die ältesten Schriften darüber stammen von den alten Babyloniern, die Edelsteinmedikamente in Form von Elixieren, Pulvern und Pasten herstellten. Auch in Deutschland hat der Glauben an die Heilkraft von Edelsteinen und Mineralien lange Tradition. Eine bekannte Vertreterin der Steinheilkunde ist die Nonne Hildegard von Bingen (1098 bis 1179), die in ihren Schriften auf die Heilwirkung verschiedener Mineralien eingegangen ist. Der Glaube an heilende oder das Wohlbefinden verbessernde Steine ist bis heute verbreitet, Bernsteinarmbänder, um kleinen Kindern das Zahnen zu erleichtern, sind hierfür ein Beispiel.

Bloßes Tragen bestimmter Steine soll helfen

In der Edelsteintherapie kommen verschiedene Anwendungsformen zum Einsatz. Die einfachste besteht darin, den oder die ausgewählten Steine am Körper zu Tragen, beispielsweise in Form eines Anhängers oder in einem Lederbeutel um den Hals oder auch in der Hosentasche. Eine weitere Beghandlungsform besteht im Auflegen des beziehungsweise der Steine auf bestimmten Körperstellen. Hier werden die Steine oft nach den seelischen Indikationen analog der Bachblüten-Therapie ausgewählt. Dabei gilt eine ruhige und entspannte Atmosphäre als wichtig, die beispielsweise mit Hilfe von Entspannungsmusik oder der aus der Aromatherapie bekannte Aromalampe hergestellt werden kann. In pulverisierter Form finden Edelsteine auch als Salben oder Tinkturen Anwendung.

Auch innere Anwendung möglich

Teilweise werden die Edelsteine zusätzlich zur äußerlichen Anwendung auch innerlich, in Form von Edelsteinwasser beziehungsweise -elexier zum Trinken eingesetzt. Zur Herstellung gibt es verschiedene Vorgehensweisen. Eine gängige Methode ist, den entsprechenden Stein in klarem oder destilliertem Wasser für bestimmte Zeit direktem Sonnenlicht auszusetzen. Das Auskochen der Steine ist eine weitere Methode: Dazu wird der Stein zuvor mit Meersalz gereinigt und in destilliertem Wasser etwa 15 Minuten gekocht, das Elexir danach mit Quellwasser versetzt. Bei beiden Verfahren sollen ungeschliffene, unbearbeitete Steine verwendet werden.

Daneben können Edelsteine auch pulverisiert eingenommen werden.  Zu beachten ist, dass manche Mineralien giftige Eigenschaften aufweisen und insbesondere für eine innere Anwendung nicht geeignet sind, weder als Edelsteinwasser noch in pulverisierter Form. Dazu zählt der Malachit, ein Kupfermineral, der bei Menstruationsbeschwerden helfen und die Geburt erleichtern solll, weshalb er auch Hebammenstein genannt wird.

Welcher Stein für welche Beschwerden?

Den verschiedenen Steinen und Mineralien werden unterschiedliche heilende Eigenschaften zugeschrieben. So soll der Amethyst Harmonie und Ruhe fördern und sich positiv auf Blutdruck, Stoffwechsel und Haut auswirken, dem Lapis Lazuli werden neben allgemein beruhigenden und entspannenden Eigenschaften auch eine günstige Wirkung bei Fieber, Epilepsie, Hautreizungen und Krämpfen nachgesagt.

Es werden auch Steine miteinander kombiniert; Beispielsweise werden Bergkristall, Amethyst und Rosenquarz Mischung mit Anti-Stress-Wirkung zur Herstellung von Trinkwasser empfohlen. Bei der Auswahl eines Edelsteins spielt auch eine Rolle, dass der Stein den Betroffenen von seinem Aussehen her anspricht.

Wie alle Naturheilverfahren kann auch die Edelsteintherapie nur als unterstützende Therapie eingesetzt werden. Ihre Wirkung ist wissenschaftlich nicht belegt und umstritten, die Therapieform selbst nicht anerkannt und daher auch nicht erstattungsfähig durch die Krankenkassen. Im Wellnessbereich wird sie auch als Unterstützung zur Entspannung eingesetzt.

Autor: Ruth Sharp / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 14. September 2012

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