Bewusstes Atmen als Heilmittel
Atemtherapie
In der Atemtherapie soll der Patient lernen, das Atmen bewusst wahrzunehmen und unter Umständen zu verändern. Dadurch lassen sich viele psychische und körperliche Beschwerden behandeln.
Die Atemtherapie basiert auf dem Erlernen verschiedener Techniken, um das Atmen bewusst wahrzunehmen und zu steuern. Atmen ist ein unbewusster Vorgang, über den man nicht nachdenken muss, auf den wir aber bewusst Einfluss nehmen können. Bei körperlicher Anstrengung oder seelischer Belastung wird uns bewusst, welche Bedeutung die Atmung hat. Stress, Hektik, Bewegungsmangel, Fehlhaltungen oder Abnehmen & Diät können dazu führen, dass sich das natürliche Atemmuster verändert und es dadurch zu einer falschen Atemtechnik kommt. Dies kann wiederum das Entstehen verschiedenster Beschwerden oder Erkrankungen begünstigen.
Durch Atmung innere Spannungen lösen
Jeder Mensch hat seine individuellen Atemmuster. Dabei reagiert der Atem deutlich auf Belastungen, und zwar nicht nur körperliche, sondern auch seelische. Umgekehrt ist es aber auch möglich, durch die Atmung Einfluss zu nehmen auf körperliche und psychische Spannungen, wie es zum Beispiel auch bei vielen Entspannungstechniken versucht wird.
Dies wird bei der Atemtherapie genutzt. Sie soll dem Menschen helfen, den natürlichen gesunden und rhythmischen Atem wieder zu erlangen. Die Atemtherapie hat das Ziel, positiv auf die seelische Grundverfassung einzuwirken, Entspannung zu fördern und den gesundheitlichen Zustand günstig zu beeinflussen.
In der Atemtherapie wird der Patient angeleitet, durch den Körper zu fühlen und die Aufmerksamkeit auf den Atem zu lenken. Der Patient soll sich das Atmen bewusst machen und fühlen, wo und wie der Atem fließt. Dazu werden verschiedenen Atemübungen angewendet.
Einzelstunde oder Gruppensitzung möglich
Die Atemtherapie und die verschiedenen Atemübungen können in Einzelstunden oder Gruppensitzungen stattfinden. Oft werden Atemübungen auch mit mit Yoga kombiniert. Die Einzeltherapie wird meist im Liegen durchgeführt und ist individuell auf den Patienten abgestimmt. Bei Gruppensitzungen gibt der Therapeut bestimmte Bewegungsabläufe oder Übungen vor, die im Sitzen, Stehen oder Liegen ausgeführt werden. Hier soll der Patient seinen Atem erfahren und Veränderungen im Atemrhythmus, in der Haltung und im Befinden entdecken.
Die Atemtherapie gilt wie alle Naturheilverfahren als unterstützende Therapie und ersetzt nicht die ärztliche Behandlung. Besonders geeignet ist die Atemtherapie bei Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Stimm- und Sprachstörungen, seelischen Schwierigkeiten wie , Nervosität oder Depressionen, oder bei Schlafproblemen. Auch bei Menstruationsschmerzen, Blähungen, Verdauungsproblemen oder Kreislaufstörungen kann die Atemtherapie helfen.
Gesunde Menschen können von der Atemtherapie profitieren, indem sie lernen, sich besser zu entspannen.
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