Ernährung und gesunde Lebensweise

So beugen Sie Sodbrennen vor

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Stress, enge Hosen, fettes Essen: All das kann Sodbrennen auslösen.

Vor allem die Ernährung und Lebensweise beeinflussen das Auftreten von Sodbrennen. Mit vielen Maßnahmen lässt sich Sodbrennen vermeiden oder die Symptome lindern.

Unsere Tipps sagen den häufigsten Auslösern und Ursachen von Sodbrennen den Kampf an.

Die richtige Ernährung schützt vor Sobrennen

Die Art und Weise, wie wir uns ernähren und auch ein hohes Körpergewicht können Auslöser für Sodbrennen sein. Üppige Mahlzeiten, insbesondere fette, süße, scharfe und schwerverdauliche Lebensmittel können eine vermehrte Säureproduktion im Magen auslösen. Verteilen Sie deshalb die tägliche Nahrungsmenge auf mehrere kleine statt wenige üppige Mahlzeiten. Gut geeignet, um Sodbrennen vorzubeugen ist leichte, gesunde Kost wie Gemüse oder Fisch. Sehr süße, scharf gewürzte, fette und schwer verdauliche Speisen sollten dagegen lieber nur selten auf den Tisch kommen.

Magenschonend trinken

Bevorzugen Sie als Durstlöscher Mineralwasser mit wenig oder keiner Kohlensäure und Tee. Trinken Sie kohlensäurehaltige sowie saure Getränke wie Kaffee und Alkohol nur in Maßen und zur Abwechslung. Ein Übermaß kann Sodbrennen hervorrufen.

Bewusst genießen

Essen Sie langsam und kauen Sie jeden Bissen gründlich. Ein Spaziergang hilft, die Magenentleerung anzukurbeln und Sodbrennen zu vermeiden. Nachteilig sind dagegen Verdauungsschlaf oder -schnäpschen: Sie bremsen die Verdauung und begünstigen saures Aufstoßen.

Sodbrennen: Die Auslöser im Überblick

 

Zigaretten, Alkohol, Kaffee reduzieren

Kaffee, Zigaretten und Alkohol gehören zu den typischen Auslösern von Sodbrennen. Kaffee reizt den Magen und das enthaltene Koffein wirkt sich – ebenso wie Alkohol und Nikotin  – auf die Funktion des Ringmuskels zwischen Speiseröhre und Magen aus. Vor allem Weißwein, Sekt und Bier liefern zusätzlich auch noch eine Extra-Portion Säure, die gerade bei Menschen, die zu Sodbrennen neigen, die Beschwerden verstärken kann. Wenn Sie hier etwas „kürzer“ treten, wird es Ihnen nicht nur Ihr Magen danken!

Entspannen

Erst wenn Stress sich auch körperlich bemerkbar macht, wird er richtig „wahrgenommen“. Viele Menschen neigen dann zu vermehrtem Sodbrennen. Bauen Sie deshalb Ruhe-Inseln in Ihren Alltag ein und üben Sie sich in Gelassenheit – auf viele Stressfaktoren haben wir zwar keinen großen Einfluss, aber der Ärger im Büro oder der Streit mit dem Partner muss nicht immer gleich für Dauerstress sorgen. Kleine Rituale wie beispielsweise ein Spaziergang oder Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training tragen zum Stressabbau bei.

Erholsamer Schlaf

Häufig tritt Sodbrennen nachts auf. Schlafen Sie am besten mit leicht hoch gelagertem Kopf und Oberkörper. Dies verhindert den Rückfluss der Magensäure. Eine Schlafposition auf der linken Seite verringert den Druck auf den Magen zusätzlich. Essen Sie abends nicht zu spät – so kann der Magen die Mahlzeit schon vor dem Schlafengehen verdauen. Ideal ist, wenn der Magen dafür drei bis fünf Stunden Zeit hat.

Lockere Kleidung

Die zu knappe Jeans oder ein zu enger Gürtel erzeugen zusätzlichen Druck auf die Magengegend und fördern saures Aufstoßen. Wählen Sie lockere und legere Kleidung, in der sie bequem Luft bekommen.

Gesundes Gewicht

Überflüssige Pfunde erhöhen den Druck auf den Magen, so dass der Schließmuskel nicht mehr richtig zumacht. Bleiben Sie in Bewegung, um das Normalgewicht zu halten beziehungsweise Übergewicht zu reduzieren. Damit nimmt auch der Druck auf den Magenverschluss ab.

Medikamente überprüfen

Manche Medikamente wie Asthma-, Schmerz- oder Herz-Kreislaufmittel können Sodbrennen auslösen. Sprechen Sie mit dem Apotheker oder Arzt, wenn Sie den Verdacht haben, dass das bei Ihnen der Fall sein könnte.

Wichtig: Halten die Symptome trotz Stressabbau und Beherzigung der Ratschläge über zwei Wochen an, sollten Sie sich bei Ihrem Arzt vorstellen und das Sodbrennen behandeln lassen. Auf lange Sicht schädigt der Magensäure-Rückfluss nämlich die Schleimhaut der Speiseröhre, die Mundhöhle und Zähne und erhöht das Risiko für Folgekrankheiten.

Bei gelegentlichen und leichten Beschwerden können Medikamente gegen Sodbrennen helfen, die es rezeptfrei in der Apotheke gibt. Schwangere sollten die Mittel aber nur in Absprache mit ihrem Arzt nehmen.

Sodbrennen vorbeugen – die besten Tipps

 

Autor:
Letzte Aktualisierung: 13. Januar 2017
Quellen: Bleib locker, Deutschland! – TK-Studie zur Stresslage der Nation. Techniker Krankenkasse 2013: http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/590188/Datei/115474/TK_Studienband_zur_Stressumfrage.pdf; Nocon, M., Kulig, M. & Willich, S. N. (2002). Volkskrankheit Sodbrennen. Humboldt-Spektrum 4: 10-13.

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