Was ist Schmerz?

Schmerzen sind an sich ein Alarmsignal und haben somit für den Körper grundsätzlich eine wichtige Funktion. Allerdings können Schmerzen auch Symptom einer zugrundeliegenden Erkrankung sein oder in der chronischen Form ein eigenständiges Krankheitsbild werden.

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Schmerzen können akut oder chronisch auftreten.
©2009 Getty Images

Per Definition der International Association for the Study of Pain (IASP) handelt es sich bei Schmerz um ein „unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis“, bei dem es zu einer Gewebeschädigung kommt bzw. bei dem der Schmerzpatient die Gefahr einer Gewebeschädigung erkennt.

Akute und chronische Schmerzen

Akute Schmerzen sind im Normalfall eine regelrechte Schutzfunktion des Körpers, die uns als Alarmsignal dient. Fassen wir beispielsweise auf eine heiße Herdplatte, signalisiert uns der Schmerz, dass wir die Hand schnell zurückziehen sollten, um weitere Schäden zu vermeiden.

Allerdings können sich auch vielfältige Krankheitsbilder durch akut auftretende Schmerzen bemerkbar machen (z.B. Migräne, Spannungskopfschmerz, Verspannungen o.ä.).

Darüber hinaus kann der Schmerz auch in Form von chronischen Schmerzen auftreten. Von chronischem Schmerz reden Ärzte hingegen, wenn dieser mindestens drei bis sechs Monate besteht und den Patienten körperlich (Mobilität, Beweglichkeit), psychisch-kognitiv (Stimmungen, Denken) und sozial (Beruf, Beziehungen) beeinträchtigt. Ein besonders häufiges Beispiel sind chronische Rückenschmerzen.

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Bei chronischen Schmerzen hat der Schmerz die an sich nützliche Funktion einer Warnung verloren, der Schmerz verselbstständigt sich regelrecht. Experten sprechen in diesem Zusammenhang auch von einem sogenannten Schmerzgedächtnis. Für die Betroffenen resultieren dabei häufig weitere Begleiterscheinungen wie zum Beispiel Schlafstörungen oder auch psychische Erkrankungen (die in manchen Fällen auch selbst für die Schmerzen verantwortlich sein können). Häufig dominiert die Angst vor den Schmerzen den Alltag, was wiederum zu Stress und Anspannung führt und dementsprechend den Schmerz wiederum verstärken kann. Ein echter Teufelskreis.

Hier lesen Sie mehr über häufige Schmerzformen

Schmerzentstehung

In der Regel entstehen Schmerzen, wenn unsere Schmerzrezeptoren auf bestimmte Reize reagieren. Derartige Reize können zum Beispiel Hitze, Druck, Kälte oder auch bestimmte Stoffe sein, die bei einer Schädigung des Gewebes freigesetzt werden.

Doch nicht immer besteht bei Schmerzen ein direkter Ursache-Wirkungs-Zusammenhang, nicht immer also gibt es eine eindeutig zu diagnostizierende Ursache für Schmerzen. Experten sprechen in diesem Zusammenhang auch von idiopathischen Schmerzen. Wie es in diesem Fall zu dem Gefühl des Schmerzes kommt, lesen Sie hier.

Gute Behandlungsmöglichkeiten

Wichtig zu wissen: Es gibt heute gute und effektive Behandlungsmöglichkeiten, die helfen können, akute bzw. chronische Schmerzen zu lindern.

Dabei spielen Medikamente ebenso eine Rolle wie beispielsweise Physiotherapie oder alternative Ansätze wie Akupunktur. Welche Form der Schmerzbehandlung zum Einsatz kommt, richtet sich primär nach Ursache und Art der Schmerzen.

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Autor:
Letzte Aktualisierung: 31. Januar 2012
Quellen: Dr. Hofbeck, M., Illig, U.; Klähn, R.: Brockhaus Gesundheit. Güterlsoh/ München, 2010 Münch, G.; Reitz, J.: Grundlagen der Krankheitslehre. Hamburg