Risikofaktoren

Schlaganfall (Apoplex): Vorbeugen

Die Risikofaktoren für die Entstehung eines Schlaganfalls (Apoplex) sind unter anderm Bluthochdruck, Diabetes mellitus, ein erhöhter Cholesterinspiegel und ein ungesunder Lebensstil durch Rauchen, Bewegungsmangel und Übergewicht.

Hinzu kommen die kaum beeinflussbaren Faktoren wie das Lebensalter, die genetische Veranlagung und das Geschlecht.

Bluthochdruck

Ein chronischer Bluthochdruck (Hypertonie) ist der Hauptrisikofaktor für einen Schlaganfall (Apoplex) und Herzinfarkt. Von chronisch hohem Blutdruck spricht man, wenn der Wert wiederholt über 140 mmHg (oberer Wert, systolisch) und 85 mmHg diastolisch (unterer Wert, diastolisch) liegt. Erhöhter Blutdruck lässt sich durch regelmäßige körperliche Bewegung, Abbau von Stress, gesunde Ernährung und salzarme Kost senken. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, um einen normalen Blutdruckwert zu erreichen, muss der Bluthochdruck mit Medikamenten behandelt werden.

Cholesterin

Cholesterinhaltige Ablagerungen an den Gefäßwänden führen zur Arteriosklerose. Das Risiko für einen Schlaganfall ist besonders hoch, wenn neben erhöhten Cholesterinwerten noch weitere Risikofaktoren vorliegen wie Bluthochdruck, Rauchen oder Diabetes mellitus. Die häufigste Ursache der Fettstoffwechselstörung ist eine zu fett- und cholesterinreiche Ernährung sowie vermehrter Alkoholkonsum. Auch eine genetische Veranlagung kann zu erhöhten Cholesterinwerten führen. Lassen Sie Ihre Cholesterinwerte regelmäßig kontrollieren.

Zuckerkrankheit

Der Schlaganfall (Apoplex) wird bei einem Diabetiker durch Schädigungen der kleinen und großen Blutgefäße (Mikro- beziehungsweise Makroangiopathie) verursacht: Überschüssige Zuckermoleküle im Blut lagern sich an die Gefäßwände und führen zu einer Verkalkung der Gefäße (Arteriosklerose). Deshalb sind ein gesunder Lebensstil und eine gute und konsequente Zuckereinstellung für Diabetiker sehr wichtig. Regelmäßige Blutzuckerkontrollen und eine kontrollierte Ernährung können die Spätfolgen der Zuckerkrankheit deutlich reduzieren.

Rauchen

Nikotin fördert die Arterienverkalkung. Zusätzlich verändern die Substanzen im Zigarettenrauch die Blutgerinnung. Es besteht die Gefahr, dass sich Blutgerinnsel bilden. Raucher haben ein bis zu fünffach erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Auch das Herzinfarktrisiko und die Gefahr der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (Raucherbein) steigt deutlich. Das Rauchen einzustellen lohnt sich: Innerhalb eines Jahres sinkt das Schlaganfall-Risiko auf das Niveau eines Nichtrauchers.

Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen. Beim Vorhofflimmern gerät die Abstimmung von Herzvorhof und Herzkammer durcheinander, beide schlagen plötzlich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Durch diese fehlende Abstimmung kann die Herzkammer das Blut nicht mehr effizient weiterpumpen. Das Blut staut sich im Vorhof des Herzens an und ein Blutpfropf (Gerinnsel) kann entstehen. Wenn sich das Blutgerinnsel löst, kann es in die Hirnarterien geschwemmt werden und dort den Blutfluss behindern. Es kommt zu einem Schlaganfall (Apoplex). Ist die Ursache des Vorhofflimmerns nicht zu beseitigen, wird der Arzt ein Blut verdünnendes Medikament verordnen. Vorhofflimmern wird durch das EKG festgestellt.

So senken Sie Ihr Risiko

So mindern Sie Ihr Schlaganfallrisiko
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    1. Mit dem Rauchen aufhören

    Ein Rauchstopp senkt das Risiko um 50 Prozent! Und das gesparte Geld können Sie in Ihrer gewonnen Lebenszeit sinnvoller ausgeben.

    ©2009 Mark Fairey

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    2. Gewicht normalisieren

    Das Risiko bei Normalgewicht einen Schlaganfall zu erleiden ist 40% geringer als bei Übergewichtigen! Reduzieren Sie Ihr Gewicht auf gesundes Maß. Die damit oftmals verbundene Ernährungsumstellung zu einer gesünderen Kost hin ist ein weiterer Schutz vor schweren Erkrankungen - nicht nur vor dem Schlaganfall.

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    3. Treiben Sie Sport

    Körperliche Aktivität senkt das Risiko um 40 Prozent! Sind sie weniger trainiert, lassen Sie es langsam angehen. Ein Pulsmesser kann ein guter Begleiter bei den ersten sportlichen Aktivitäten sein.

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    4. Verzichten öfter auf Alkohol

    Mäßiger Alkoholgenuss senkt das Risiko um 30 Prozent! Wenn Sie trinken, dann mit Genuss. Profitieren Sie von der positiven Wirkung eines Glas Rotwein auf die Gefäße und sagen "Nein!" zu hochprozentigen Kopfschmerzverursachern.

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    5. Achten Sie auf Ihre Cholesterin-Werte

    LDL-Cholesterin-Reduktion senkt das Risiko um ein bis zwei Prozent pro 1mg/dl-Senkung! Natürlich geht es im Körper auch nicht Ohne Cholesterin. Erfahren Sie mehr über das gute HDL- und das schlechte LDL-Cholesterin auf Lifeline: http://www.lifeline.de/diagnose/laborwerte/cholesterin-gesamt-id47634.html

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    6. Blutdruck kontrollieren

    Blutdrucksenkung mindert das Risiko um ein bis zwei Prozent pro einem mmHg! Mit zunehmendem Alter steigt der Blutdruck über die Normwerte von 120/80 mmHG. Achten Sie darauf, dass Ihr Blutdruck sich auch Ihrem Alter entsprechend benimmt.

    ©2009 Mark Fairey

Autor: Anna Haugg
Letzte Aktualisierung: 12. Juli 2012
Durch: Andreas Gill/Lifeline

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