Krankheitsbewältigung

Bei Rheuma: Offensiver Umgang mit körperlichen Einschränkungen

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Schach spielen macht Spaß und trainiert die Finger sowie das Gehirn.
(c) Stockbyte

Die Diagnose der rheumatoiden Arthritis und ihr Krankheitsverlauf beeinflusst die Lebensqualität eines jeden Betroffenen. Sich der Krankheit beugen oder die Herausforderungen des Lebens auch mit Rheuma aktiv bewältigen - zwei individuelle Herangehensweisen, die den Therapieverlauf und die Lebensqualität entscheidend beeinflussen können.

Am Anfang der rheumatoiden Arthritis steht der Schmerz und die Diagnose einer chronischen Erkrankung. Viele Betroffene sind verunsichert. Was passiert mit meinen Gelenken? Welche Therapie ist die Richtige? Werde ich beruflich wie bisher arbeiten können? Wie kann ich meine Freizeit gestalten?

Einige Fragen können mit Ärzten und Therapeuten geklärt werden. Allein die medizinischen Möglichkeiten haben sich binnen weniger Jahre vielfach verbessert, so dass die Folgen der Erkrankung weitaus effektiver behandelt werden können. Die Information über die eigene Erkrankung ist ein wichtiger erster Schritt der Bewältigung.

Das Leben mit Rheuma in die Hand nehmen

Entscheidend bei den weiteren therapeutischen und lebenspraktischen Schritten ist allerdings auch der optimistische Blick in die Zukunft. Im Verlauf der Erkrankung kann es auch zu Einschränkungen im gewohnten Tagesverlauf kommen. Der Rheumatiker ist unter Umständen gefordert Haushalt, Freizeit und Beruf anders zu organisieren. Es gilt systematisch zu überlegen, wie Dinge verteilt werden müssen, damit lebenspraktische Aufgaben bewältigt werden können.

Dabei kann er unter Umständen auch auf Unterstützung durch andere angewiesen sein, z.B. bei der Applikation von Medikamenten. Der selbstbestimmt handelnde Rheumatiker wird dabei immer die größtmögliche Autonomie bewahren oder gewinnen wollen. Zum selbstständigen Leben mit Rheuma gehört auch eine aktive Freizeitgestaltung. Sie beinhaltet alles was gut tut: Bewegung hält die Gelenke mobil und mildert Schmerzen, Hobbys wirken entspannend und ausgleichend, Freunde und Geselligkeit fördern Wohlbefinden und schenken Lebensfreude.

Persönlichkeitsentwicklung mit Rheuma

Jeder Rheumatiker wird im Verlauf der Erkrankung Einschränkungen im gewohnten Leben hinnehmen müssen. Der eine darf kein Tennis mehr spielen, im anderen Fall können Absatzschuhe nicht mehr getragen werden, das Liebesspiel muss angepasst, vielleicht sogar der bisherige Beruf aufgegeben werden.

Aber in jeder Einschränkung liegt auch eine neue Chance: die Entdeckung eines neuen Hobbys, die Veränderung von Vorlieben oder alten Beziehungsmustern, oder das Erlernen eines neuen Berufs. In diesem Sinne kann der Krankheitsprozess auch als Entwicklungsprozess gesehen werden, aus dem die Persönlichkeit gestärkt hervorgeht.

Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 06. Februar 2012

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