Wichtig bei Schuppenflechte
Sonnenschutz auch im Winter
Die Wintersonne ist besonders gefährlich für die Haut, da die intensive Sonneneinstrahlung durch die Kälte nicht so stark wahrgenommen wird. Doch wer sich mit gutem Sonnenschutz darauf vorbereitet, muss sich den Winterurlaub nicht durch einen Sonnenbrand verderben lassen.
Vor allem beim Skifahren und Wandern in alpinen Höhen ist ein optimaler Haut- und Sonnenschutz unerlässlich. Die Intensität der UV-B-Strahlung, die zu schwerem Sonnenbrand und Hautkrebs führen kann, nimmt pro 1.000 Höhenmetern um 15 bis 20 Prozent zu. Wegen der Kälte wird die Sonnenstrahlung allerdings längst nicht so stark wahrgenommen wie an einem heißen Sommertag im Flachland, was es umso wichtiger macht, an ausreichend Sonnenschutz zu denken. Zudem ist die Haut durch eisige Kälte, starken Wind und trockene Luft zusätzlicher Belastung ausgesetzt. Ihr Stoffwechsel wird herabgesetzt, und sie trocknet rasch aus.
Wie schütze ich mich vor der Wintersonne?
Wer sich gut auf die Bedingungen in eisiger Höhe vorbereitet, muss sich den Sonnenspaß im Winter jedoch nicht verderben lassen. Zum Sonnenschutz gehören regelmäßiges Eincremen mit Hautölen oder fettreichen Cremes auf einer Wasser-in-Öl-Basis, die vor Austrocknung hilft und außerdem einen Kälteschutz bildet. Sonnenschutz in Form von Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor oder Sunblocker sind beim Skifahren und Wandern ein Muss. Damit sie ihre Wirkung voll entfalten können, sollten sie etwa eine halbe Stunde bevor es losgeht aufgetragen werden. Geeignet sind vor allem Schutzcremes mit physikalischen Filtern wie Zinkoxid oder Titanoxid, da sie gleichzeitig vor der Kälte schützen. Allerdings sollte kein Make-up unter der Sonnencreme aufgetragen werden, da die Filtersubstanzen dann nicht ausreichend wirken können.
Die Lippen werden am besten mit einem Sonnenschutz-Stift geschützt, und auch die Ohren dürfen beim Eincremen nicht vergessen werden. Um die Augen nicht zu starker Sonneneinstrahlung auszusetzen, wird das Tragen einer Sonnenbrille empfohlen.
Guter Sonnenschutz ist deshalb insbesondere in Höhenlagen ein Muss, da hier die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken, besonders groß ist. Skifahrer und Gletschergeher sollten mit der Sonne maßvoll umgehen, textilen Sonnenschutz tragen und ihre Haut regelmäßig mit Sonnencreme einreiben. Denn die Haut vergisst nichts: Je häufiger die Haut einem Sonnenbrand oder intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, desto größer ist die Gefahr einer Hautkrebserkrankung. Um Veränderungen der Haut feststellen zu können, sollten Sie Ihre Haut regelmäßig jedes Jahr von einem Hautarzt untersuchen lassen.
Hautkrebs durch winterlichen Sonnenbrand
Viel weiter verbreitet als der gefürchtete schwarze Hautkrebs ist der helle Hautkrebs. Die hierbei am häufigsten vorkommende Form ist das Basalzellkarzinom, welches sich in Folge chronischer Sonneneinstrahlung entwickelt. In Deutschland erkranken jährlich über 100.000 Menschen neu dieser Art des hellen Hautkrebses. Es handelt sich dabei häufig um dünne, verfärbte Hautstellen, die vor allem auf Nase, Lippen, Augenlidern, Glatze und an den Ohren auftreten. Solche Basalzellkarzinome wachsen oft über Jahre, ohne Beschwerden zu verursachen. „Der Patient geht meist erst dann zum Arzt, wenn eine Wunde entsteht, die nur schlecht heilt, so Prof. Stockfleth vom Haut Tumor Centrum der Berliner Charité. Unbehandelt wächst der Krebs jedoch tief ins Gewebe ein und zerstört darunter liegende Strukturen.
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