Was die Knochengesundheit gefährdet

Osteoporose – Ursachen und Risikofaktoren

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Nach der Menopause sinkt der Östrogenspiegel, was auch die Entwicklung einer Osteoporose begünstigt.
(Goodshoot RF)

Das Skelett ist das Gerüst des Lebens, aber ein lebendiges. Es wird kontinuierlich umgebaut. Defekte werden ausgebessert, durch körperliche Aktivität beanspruchte Knochen verstärkt. Daher ist körperliche Inaktivität ein wichtiger Risikofaktor für eine Osteoporose.

Die Entstehung der Osteoporose wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst. Neben Bewegungsmangel und Fehlernährung können auch bestimmte Grunderkrankungen oder Arzneimittel sowie eine familiäre Veranlagung eine Osteoporose begünstigen. Grundsätzlich steigt das Osteoporose-Risiko mit zunehmendem Lebensalter, wobei Frauen häufiger als Männer betroffen sind. Diese Tatsache ist damit zu erklären, dass die sinkenden Östrogenspiegel nach der Menopause die Entwicklung einer Osteoporose begünstigen.

Starke Knochen – der Grundstein wird in frühen Jahren gelegt

Der Lebensstil bis zum Beginn des Erwachsenenalters ist entscheidend für die maximale Knochenstärke des Skeletts. Kinder und Jugendliche, die sich viel an der frischen Luft bewegen und sich kalziumreich ernähren, haben eine bessere Ausgangssituation als Bewegungsmuffel, bei denen häufig phosphatreiche Getränke wie Cola oder Fast-Food auf dem Speiseplan stehen. Allerdings ist auch die genetische Mitgift von Bedeutung, denn der Knochenschwund trifft nicht nur häufiger Frauen, sondern tritt familiär gehäuft auf.

Lebensstilfaktoren

Auch im Erwachsenenalter wirken sich zahlreiche Lebensstilfaktoren auf das Risiko für Osteoporose aus: wenig Bewegung, eine unausgewogene Ernährung, aber auch Untergewicht und Nikotinkonsum können die Knochengesundheit beeinträchtigen und die Entwicklung einer Osteoporose begünstigen.

Krankheiten und Knochengesundheit

Darüber hinaus wirken sich bestimmte Krankheiten auf die Knochengesundheit aus. Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie begünstigen die Entstehung einer Osteoporose ebenso wie chronisch-entzündliche Erkrankungen - beispielsweise eine rheumatoide Arthritis oder ein Morbus Crohn - oder Störungen der Hormonproduktion von Schilddrüse, Nebenschilddrüse oder Nebenniere. Zudem gefährdet insbesondere ein Medikament die Knochenstabilität - das Kortison und seine Abkömmlinge. Wird es länger als drei bis sechs Monate täglich in einer Dosis von mindestens 7,5 Milligramm eingenommen, nimmt die Knochendichte ab. Daher sollte es in Kombination mit einer Knochenschutz-Therapie verordnet werden.

Gefahr bei Vitamin D-Mangel

Auch ein Vitamin-D-Mangel gilt als Risikofaktor für Osteoporose und osteoporosebedingte Knochenbrüche. Dieses Vitamin ist nicht nur für den Einbau von Kalzium in den Knochen erforderlich, sondern fördert auch das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln und senkt somit die Sturzneigung. Ärzte sprechen von einer verbesserten neuromuskulären Koordination und beschreiben damit eine wichtige Funktion des Vitamin D.

Stürze vermeiden

Da es nicht nur am Knochen liegt, ob er bricht, wird es mit zunehmendem Alter wichtiger, den natürlichen Verlust an Muskelkraft auszugleichen und den Gleichgewichtssinn zu trainieren, also über Krafttraining, Seilspringen oder auch Gleichgewichtsübungen (z.B. Tai Chi) das Sturzrisiko zu senken. Darüber hinaus sollten Gefahrenquellen für einen Sturz so weit wie möglich aus dem häuslichen Umfeld verbannt werden. Zu vermeiden sind lose Lampenkabel, hochstehende Teppichkanten oder Gegenstände, die den Bewegungsspielraum einengen. Für eine höhere Gangsicherheit sorgen zudem gute Beleuchtung, gutes Schuhwerk und eine der Sehkraft regelmäßig angepasste und geputzte Brille.

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Autor: Dr. Wiebke Kathmann, aktualisiert durch DVGE Verlag für Gesundheit und Ernährung (TS), Stand: 20.01.2012
Veröffentlicht am: 01. Februar 2012
Letzte Aktualisierung: 01. Februar 2012
Quellen: Osteoporose-Leitlinie des Dachverbandes Osteologie (2009), Patientenversion vom 15.2.2010: http://www.dv-osteologie.org/uploads/leitlinien/Patienten-Version_Druck.pdf

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