Muskel- und Gelenkbeschwerden
Muskel- und Gelenkbeschwerden
Stress, Bewegungsmangel und Co.

Ursachen für Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind häufig Folge unseres modernen Lebensstils – Bewegungsmangel, Stress oder auch monotone Belastung gelten als begünstigende Faktoren. Darüber hinaus kann Rückenschmerz auch Symptom einer zugrundeliegenden Erkrankung sein.

Experten gehen davon aus, dass Rückenschmerzen in den meisten Fällen weniger spezifischer Natur sind, also Folge einer bestimmten Krankheit wie beispielsweise Osteoporose, sondern eher mit unseren Lebensumständen einhergehen. Bewegungsmangel, falsche Belastung, Übergewicht, Verspannungen – all das sind Faktoren, die unserem Rücken zu schaffen machen können.

Bewegungsmangel

Wer hat heute schon Zeit, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, statt sich in den schön beheizten Bus zu setzen? Und wer schafft es abends schon immer in den geplanten Fitnesskurs, wenn das Meeting mal wieder länger dauert? Bewegungsmangel ist ein Phänomen unserer Zeit - kein Wunder, dass Rückenschmerzen heute eine wahre Volkskrankheit sind. Denn nur wer sich bewegt, bringt auch den Stoffwechsel in Schwung und stärkt die Kraft der Muskeln. Hilfreich sind einerseits bestimmte  Sportarten für einen starken Rücken und andererseits die gezielte Stärkung der Rückenmuskulatur durch ein geeignetes Training.

Monotone Belastung

Neben mangelnder Bewegung kann auch eine einseitige Belastung für Rückenschmerzen verantwortlich sein. Das trifft für Menschen mit einem Bürojob ebenso zu wie für die Apothekerin, die den ganzen Tag auf den Beinen ist. Unsere Wirbelsäule braucht Abwechslung, monotone Bewegungsabläufe – die häufig auch nicht gerade wirbelsäulenfreundlich sind – machen ihr zu schaffen. Insofern gilt: Schaffen Sie einen Ausgleich zu monotonen Bewegungsmustern. Gönnen Sie sich beispielsweise in der Mittagspause einen Spaziergang, wenn Sie stundenlang sitzen oder ruhen Sie sich auch ab und zu im Sitzen aus, wenn Sie den ganzen Tag auf den Beinen sind.

Muskelverspannungen

  • zum Special Rückenschmerz

    Rückenschmerzen sind Volkskrankheit Nummer 1. Deshalb bieten wir Ihnen auf unserem Portal rund um das Kreuz mit dem Kreuz alles Infos über Ursachen und Therapien von Rückenschmerzen. Dazu erhalten Sie Tipps zur Vorbeugung und Antworten auf die Frage "Muss ich zum Arzt?"!

Muskelverspannungen zählen zu den häufigsten Gründen  für Rückenschmerzen, die sich dann häufig im Bereich der Lendenwirbelsäule bemerkbar machen. Die Verspannungen selbst sind wiederum häufig durch eine Überbeanspruchung der Muskulatur oder auch ungewohnte, zu starke Belastungen bedingt. Auch Zerrungen oder  Zugluft können Verspannungen bedingen. Nicht zuletzt werden Verspannungen, die häufig auch in den Schulter- und Nackenbereich ausstrahlen, durch Stress und anhaltenden Druck bedingt.

Stress

Sie sind in letzter Zeit häufiger der Meinung, der Tag müsste mehr als 24 Stunden haben, damit  Sie alle anstehenden Aufgaben auch bewältigen können? Sie kommen sich in letzter Zeit vor wie in einem Hamsterrad? Möglicherweise ist Stress der Auslöser für Ihre Rückenschmerzen. Denn wir wissen heute, dass es zwischen seelischen und körperlichen Vorgängen durchaus einen ernst zu nehmenden Zusammenhang gibt. Tatsächlich lastet der Stress wortwörtlich schwer auf unseren Schultern und kann hier sowie im Rückenbereich zu Verspannungen führen, die sich dann letzten Endes in Rückenschmerzen äußern.

Übergewicht

Schokolade statt Salat? Wein statt Wasser? Viele Menschen bringen heute aufgrund des Überangebots an fetten und zuckerhaltigen Speisen zu viel auf die Waage. Fehlt es gleichzeitig an Bewegung, ist Übergewicht vorprogrammiert. Und das spürt auch unser Rücken. Schließlich muss er jeden Tag das Mehr an Gewicht tragen – das übrigens auch Muskeln, Sehnen und Bändern deutlich zusetzen kann.

Falsches Heben und Tragen

Übermäßige und insbesondere falsche Belastung verzeiht uns unser Rücken nicht so schnell. So zum Beispiel, wenn wir mit aller Gewalt beide Koffer gleichzeitig in den obersten Stock schaffen oder den Bierkasten in den Keller tragen wollen. Insbesondere wenn wir uns mit durchgestreckten Beinen und rundem Rücken nach unten beugen, um etwas aufzuheben, ist es schnell passiert. Besser: In die Hocke gehen und den Gegenstand mit geradem Rücken anheben. Generell gilt: Muten Sie Ihrem Rücken nicht mehr zu, als notwendig. Und: Trainieren Sie Ihren Rücken, damit er möglichen Belastungen besser standhält.

Pumps, Plateau & Co.

Was wäre das kleine Schwarze ohne die geliebten High Heels? Natürlich müssen es manchmal eben hochhackige Schuhe sein. Doch was viele nicht wissen: Hohe Absätze katapultieren uns schnell ins Hohlkreuz und schaden auf Dauer nicht nur den Füßen, sondern auch dem Rücken. Also: Pumps lieber nur im Ausnahmefall und für wenige Stunden tragen – es gibt auch schicke flache Schuhe wie Ballerinas, Sneakers & Co., die zarte Frauenfüße zieren können.

Ungeeignete Matratzen

Wussten Sie, dass wir etwa ein Drittel unseres Lebens im Schlaf verbringen? Hier sollten wir also nicht nur ans Schäfchenzählen, sondern vor allem an unseren Rücken denken! Wichtig dabei ist vor allem die richtige Matratze. Nehmen Sie sich Zeit für´s Probeliegen und achten Sie darauf, dass die Matratze Wirbelsäule und Nacken optimal abstützt. Der Lattenrost sollte individuell verstellbar sein und auf das jeweilige Gewicht des darauf Schlafenden eingestellt werden. Wasserbetten sind übrigens bei Menschen mit der Neigung zu Rückenschmerzen eher ungeeignet.

Rückenschmerzen als Symptom

Rückenschmerzen können grundsätzlich auch als Symptom einer vorliegenden Grunderkrankung auftreten und damit Krankheitswert haben.

In diesen Fällen können Rückenschmerzen als Symptom auftreten (Beispiele):

  • Skoliose (Seitliche Verbiegung der Wirbelsäule) – teilweise Buckelbildung
  • Bandscheibenvorfall : Typisch sind Schmerzen und Steifigkeit der Lendenwirbelsäule, Schmerzen können in die Beine ausstrahlen, Lähmungserscheinungen sind möglich
  • Gürtelrose : Heftige, brennende Schmerzen im Brust- oder Lendenwirbelbereich, gerötete haut (Querstreifen)
  • Osteoporose (Rückenschmerzen als Folge eines Wirbelkörperbruchs)
  • Hexenschuss: Plötzlich auftretende Schmerzen im Lendenbereich – häufig Bewegungsunfähigkeit
  • Herzinfarkt: Rückenschmerzen mit Beklemmungsgefühl; Schmerzausstrahlung bis in den Arm

Darüber hinaus können Rückenschmerzen zum Beispiel bei folgenden Erkrankungen eine Rolle spielen:

  • Bechterew-Krankheit
  • HWS-Syndrom
  • Gebärmutterentzündung
  • Eierstockentzündung
  • Endometriose
  • Nierenkolik
  • Meningitis
  • FSME
  • Etc.

Wann mit Rückenschmerzen zum Arzt ?

Liegen folgende Symptome vor, ist der Arztbesuch anzuraten – es besteht der Verdacht, dass es sich um spezifische Rückenschmerzen handelt, also dass sich möglicherweise eine Krankheit hinter den Rückenschmerzen verbirgt. Hier sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

  • Fieber
  • Lähmungserscheinungen
  • Taubheitsgefühle
  • Starke Schmerzen, die über 3 Tage trotz Selbstbehandlung anhalten
  • Schmerzen, die auch in Ruhe auftreten
  • Unfall oder Sturz, der den Schmerzen vorausgegangen ist
  • Beklemmungsgefühl
Tipps gegen Rückenschmerzen
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    Bewegung statt Schonhaltung

    Bettruhe war gestern! Bei Rückenschmerzen ist Schonung für maximal 1-2 Tage empfehlenswert. Besser ist es, der verspannten Muskulatur etwas entgegen zu setzen und die Muskeln durch sanfte Bewegung zu lockern. So beugen Sie dem Teufelskreis Schmerz vor! Lassen Sie sich von einem Physiotherapeuten oder Fitness-Trainer erklären, worauf es jetzt ankommt.

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    Extreme Belastungen vermeiden

    Auch wenn Bewegung bei Rückenschmerzen grundsätzlich gut ist, meiden Sie jetzt extreme Belastungen. Gehen Sie bei schweren Einkaufstüten lieber zweimal und tragen Sie nicht alles auf einmal in den vierten Stock. Lassen Sie sich bei schweren Getränkekästen helfen. Und falls Sie Ihren Bizeps trainieren wollen: Legen Sie lieber ein Gewicht weniger auf als üblich.

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    Wärme tut gut

    Wohlige Wärme ist bei Rückenschmerzen – sofern sie nicht entzündlicher Natur sind – durchaus wohltuend, denn sie sorgt für eine bessere Durchblutung der Muskulatur. Eine Rotlicht-Bestrahlung von etwa 20 Minuten kann ebenso hilfreich sein wie ein schönes Vollbad. Nutzen Sie auch Zusätze wie Lavendel oder Melisse, die einen zusätzlich entspannenden Effekt auf die Muskulatur haben.

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    Massagen: Für lockere Muskeln – gegen den Stress

    Eine Massage ist eine Wohltat für Körper und Seele. Denn egal ob klassische Massage oder Thai-Massage – die gekonnten Griffe des Masseurs lösen Blockaden, bringen die Durchblutung in Schwung und sorgen dafür, dass die Muskulatur endlich mal wieder locker lassen kann. Das gilt übrigens auch für die Seele – denn wo könnte man besser abschalten, als bei einer entspannende Massage? So lösen sich Verspannungen fast wie von selbst.

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    Schmerzmittel mit Bedacht anwenden

    Chemisch-synthetische Schmerzmittel sind zwar bei Schmerzen unterschiedlichster Art und damit auch bei Rückenschmerzen eine durchaus effektive Möglichkeit, die Beschwerden zu lindern, sie bergen allerdings auch das Risiko von Nebenwirkungen, zum Beispiel im Bereich von Nieren und Leber. Daher empfehlen Experten Schmerzmittel nur einzunehmen, wenn andere Methoden versagt haben und sie nur kurzfristig anzuwenden. Das gilt vor allem bei Kindern, für die verschiedene schmerzhemmende Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure häufig noch gar nicht geeignet sind.

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