Magnesiummangel, Überanstrengung und weitere Faktoren

Häufige Ursachen für Muskelkrämpfe

Wer kennt sie nicht, die schmerzhaften Muskelkrämpfe? Besonders weit verbreitet sind Wadenkrämpfe, die meist in der Nacht auftreten und uns im Schlaf überraschen.

Wadenkrampf
Der Fuß ist nach unten durchgestreckt, die Wade eisenhart. Ursache für den Wadenkrampf ist meist Magnesiummangel, hervorgerufen durch verschiedene Faktoren.

Es ist ein plötzlicher, heftiger Schmerz, der in die Wade fährt und einem schier den Atem verschlägt. Die Ursachen für derartige Muskelkrämpfe sind vielfältig.

Magnesiummangel entsteht nicht nur durch falsche Ernährung

Meist haben Muskelkrämpfe etwas mit Magnesiummangel zu tun. Denn zahlreiche Faktoren beeinflussen den Mineralhaushalt im Körper negativ. Es kommt zu einem Elektrolytmangel, der unter anderem Magnesium betrifft. Die Ursachen für Magnesiummangel sind vor allem:

  • Einseitige Ernährung, etwa durch zu viele Fertiggerichte, aber auch Hungerkuren.

  • Der Darm verwertet Magnesium nicht ausreichend. Das ist etwa der Fall, wenn zu viel Alkohol getrunken wird. Manche Medikamente können auch als Wechselwirkung die Magnesium-Resorption im Darm beeinträchtigen. Zusätzlich vermindert Phosphat, Zusatzstoff in einigen Lebensmitteln und Getränken, die Magnesiumverwertung. Nicht zuletzt wird die Resorption von Magnesium auch bei Durchfall gestört.

  • Daneben gibt es noch die Möglichkeit, dass zwar ausreichend Magnesium zugeführt wird und die Resorption im Darm stimmt, allerdings zu viel Magnesium ausgeschieden wird. Das passiert durch starkes Schwitzen, etwa beim Sport oder großer Hitze sowie bei Fieber oder starkem beziehungsweise anhaltendem Durchfall. Zusätzlich haben bestimmte Medikamente diese Nebenwirkung, etwa Entwässerungsmittel, sogenannte Diuretika.

Magnesiummangel, Stress und Diabetes fördern Krämpfe

Außerdem spielen die Nerven eine Rolle. So treten Muskelkrämpfe häufig bei Überanstrengung, Stress und Übermüdung auf. Weitere Risikofaktoren für Magnesiummangel umfassen

In diesen Fällen sind Muskelkrämpfe Symptom einer Grunderkrankung. Insbesondere wenn die Muskelkrämpfe mehrmals pro Woche auftreten, sollten Sie daher einen Arzt zur Abklärung der Ursachen aufsuchen.

Wer häufig von Magnesiummangel betroffen ist

Die Risikogruppen für Magnesiummangel sind dementsprechend alle, die zu viel Alkohol trinken, sich einseitig ernähren oder strenge Fastenkuren durchführen, intensiv Sport treiben, die aufgeführten Medikamente einnehmen sowie Patienten mit den genannten Krankheiten.

Außerdem gefährdet für Magnesiummangel sind Schwangere. Die Ursache: Für den wachsenden Embryo und die Plazenta steigt der Bedarf an Magnesium. Zusätzlich arbeiten die Nieren während der Schwangerschaft intensiver und  scheiden verstärkt Magnesium aus. Übrigens spielt Magnesiummangel auch eine Rolle bei der Entwicklung von Schwangerschaftsbluthochdruck und dem lebensbedrohlichen HELLP-Syndrom. Die ausreichende Versorgung mit Magnesium ist deshalb in der Schwangerschaft besonders wichtig.

Die besten Tipps gegen Wadenkrämpfe

 

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