Special Multiple Sklerose
Special Multiple Sklerose
Untersuchung von Rückenmarksflüssigkeit

Diagnose von MS: Lumbalpunktion

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Die Liquor-Untersuchung gilt als wichtige Diagnosemöglichkeit bei MS
Getty Images/Brand X

Bei der Lumbalpunktion entnimmt der Arzt mit einer Hohlnadel eine geringe Menge von der Flüssigkeit, die Gehirn und Rückenmark umgibt. Sie heißt Liquor cerebrospinalis oder einfach nur Liquor. Sie wird auf bestimmte Zellen und Proteine untersucht, die für eine entzündliche Erkrankung wie Multiple Sklerose typisch sind.

Die Untersuchung dient der Diagnose der Multiplen Sklerose. Die Nadel wird bei der Lumbalpunktion im unteren Bereich der Wirbelsäule vorgeschoben – das Rückenmark kann hierbei nicht verletzt werden, da es weiter oben im Wirbelsäulenkanal endet. Der Patient krümmt den Rücken, während der Arzt die Nadel vorsichtig einführt. Dabei kann sich gelegentlich ein elektrisierendes Gefühl in den Beinen bemerkbar machen. In diesem Bereich der Lendenwirbelsäule laufen Nerven entlang, die etagenweise austreten, sich zum Beispiel in den Beinen weiter verzweigen und für deren Funktionssteuerung zuständig sind. Diese können von der Nadel berührt und dadurch gereizt werden, so dass eine kurze elektrisierende Missempfindung spürbar wird. In diesem Fall wird der Arzt die Position der Nadel leicht verändern. Die Nerven können dabei aber nicht verletzt werden, da die Nadel so konzipiert ist, dass die Nervenfasern einfach zur Seite geschoben werden. Folgendes sollte man wissen:

  • Vor der Untersuchung wird der Hirndruck in der Regel durch eine einfache Augenhintergrundsspiegelung überprüft, damit durch die Lumbalpunktion keine schädlichen Folgen eintreten.
     
  • Die Entnahme von Liquor kann einen Tag nach der Entnahme zu Übelkeit führen. Wenn man sich hinlegt, verschwinden diese Symptome wieder. Nach der Entnahme sollte man sehr viel trinken und mindestens 24 Stunden liegend ruhen.

Autor: Springer Medizin
Veröffentlicht am: 28. Juni 2007
Letzte Aktualisierung: 03. Mai 2012

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