Depressionen & MS: Es gibt Hilfe
Bei der Diagnose Multiple Sklerose erlebt jeder Betroffene nicht nur einen körperlichen sondern auch einen tiefen psychischen Einschnitt, der auch Depressionen hervorrufen kann. Letztlich ist dies eine gewaltige Anpassungsleistung, die vielen Betroffenen in bewundernswerter Weise gelingt. Das Ziel dieser Anpassung ist es, einen positiven Weg zu finden, mit einer unheilbaren Krankheit zu leben.
Depressionen definiert man im Gegensatz zur Trauer als nicht angemessene, überschießende Reaktionen. Depressionen sind ein häufiges Krankheitsbild. Bis zu 25 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Männer sind mindestens einmal im Leben betroffen. Depressionen treten natürlich nicht nur bei Menschen mit einer Erkrankung wie Multiple Sklerose auf. Man unterschiedet viele verschiede Arten von Depressionen, beispielsweise die Erschöpfungsdepression (durch eine langdauernde psychische Belastung hervorgerufen) oder organische Depressionen, die durch Strukturveränderungen im zentralen Nervensystem hervorgerufen werden. Anzeichen für Depressionen sind unter anderem Lustlosigkeit, Mutlosigkeit, Interesselosigkeit, Schlaflosigkeit und Antriebsmangel. Nicht selten denken depressive Menschen sogar an Selbstmord. Die gute Nachricht ist, dass man Depressionen heute sehr wirksam behandeln kann. So stehen neben der psychotherapeutischen Behandlung unterschiedliche medikamentöse Therapieansätze zur Verfügung. Bis zum Wirkungseintritt vergehen allerdings meistens einige Wochen, in denen die Einnahme der Medikamente nicht unterbrochen werden darf bei der Behandlung von Depressionen.
