Krebserkrankungen
Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)
Bronchialkarzinom
Wo genau entsteht eigentlich Lungenkrebs? Was sind die Ursachen? Welche Formen der Erkrankung unterscheidet man und was bedeutet das für die Behandlung? Lesen Sie hier alle wichtigen Fakten auf einen Blick
Mediziner definieren Lungenkrebs als eine allgemeine Entartung der Zellen in der Lunge. Unter dem Begriff Lungenkrebs fällt nicht nur das Bronchialkarzinom, sondern auch seltene Krebserkrankungen wie das Mesotheliom. Vom Bronchialkarzinomen gibt es mehrere Varianten. Sehr gefährlich und mit schlechter Prognose ist das sogenannte kleinzellige Lungenkarzinom. Anders sind die Aussichten bei nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome. Hierzu zählt das Plattenepithelkarzinom, das Adenokarzinom und das großzellige Karzinom. Diese Tumore breiten sich langsamer aus, die Prognose ist besser.
Wo entsteht ein Bronchialkarzinom?
Am häufigsten entsteht Lungenkrebs in den Bronchien. Von hier breitet sich das Bronchialkarzinom in das umliegende Gewebe aus. Schließlich treffen Krebszellen auch auf Blut- und Lymphgefäße, über die sie sich weiter im Körper ausbreiten können. Die Entwicklung von Krebszellen vollzieht sich vor allem in der Schleimhaut der Bronchien. Schädliche Stoffe, zum Beispiel Tabakrauch, die über einen längeren Zeitraum auf die Schleimhaut einwirken, begünstigen vermutlich die Entstehung von bösartigen (malignen) Zellen. Weil die meisten Lungenkrebse in den Bronchien entstehen, heißen sie "Bronchialkarzinome".
Häufigkeit von Lungenkrebs
In Deutschland ist der Lungenkrebs sowohl bei Männern als auch bei Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung, bezogen auf neue Krebsfälle pro Jahr. Betrachtet man die Sterblichkeit, liegt Lungenkrebs bei den Männern an erster und bei den Frauen an dritter Stelle. Seit Ende der 80er Jahre geht die Zahl der Neuerkrankungen bei den Männern zurück, während sie bei den Frauen ansteigt. Dahinter stehen vermutlich veränderte Rauchgewohnheiten.
Rauchen oft Ursache für Lungenkrebs
Bei nahezu neun von zehn männlichen und sechs von zehn weiblichen Lungenkrebs-Kranken lässt sich nachweisen, dass der Krebsentstehung Rauchen zugrunde lag. Auch Passivrauchen kann ein Risikofaktor für die Entstehung von Lungenkrebs sein. Weitere Auslöser stellen sogenannte kanzerogene – krebserregende – Substanzen wie Asbest, Chrom, Arsen, Nickel und bestimmte Kohlenwasserstoffe dar, denen vor allem spezielle Berufsgruppen ausgesetzt sind. Auch Radon kann Lungenkrebs hervorrufen.
Prognosen
Jedes Jahr versterben weltweit rund eine Million Menschen an Lungenkrebs. Im Jahr 2000 waren es in Deutschland allein 39.000 Menschen. Trotz bestmöglicher medizinischer Versorgung überleben nur etwa 13 Prozent der männlichen und 14 Prozent der weiblichen Lungenkrebs-Kranken die ersten fünf Jahre. Ein Grund dafür ist, dass dieser Krebs lange im Verborgenen wächst und erst sehr spät Beschwerden auftreten.
Therapie
Die Behandlung ist in vielen Fällen darauf ausgerichtet, den Fortgang der Krankheit zu verlangsamen und die Beschwerden deutlich zu erleichtern.
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