Ursachen

Kopfschmerzen bei Stress

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Psychische Dauerbelastungen lösen häufig Spannungskopfschmerzen aus.

Kopfschmerzen stellen sich häufig nach anhaltendem Stress ein. Tatsächlich lösen psychische Dauerbelastungen häufig Spannungskopfschmerzen aus.

Laut einer aktuellen Umfrage der DAK leidet jeder zweite Deutsche unter Zeitdruck im Job und mehr als 40 Prozent klagen über Hektik im Alltag. Ein ähnliches Bild liefert auch eine aktuelle Studie der Europäischen Beobachtungsstelle für berufsbedingte Risiken der Europäischen Union: Bis zu 60 Prozent aller versäumten Arbeitstage sind demnach auf Stress zurückzuführen. Vor allem Dauerstress hat gesundheitliche Folgen. Typisch sind Kopfschmerzen, Nacken- und Schulterverspannungen, Infektanfälligkeit oder chronische Erschöpfung bis hin zum Burn Out.

Stress – was ist das?

Biologisch ist Stress ein Urinstinkt, der den Körper kurzfristig auf Höchstleistungen vorbereitet. Dabei produziert der Organismus vermehrt die Hormone Cortisol, Noradrenalin und Adrenalin, die dafür sorgen, dass sich Herzschlag und Atmung beschleunigen, mehr Sauerstoff durch den Körper strömt und Gehirn und Muskeln ausreichend Zucker zur Verfügung gestellt wird. Gleichzeitig werden Systeme wie die Verdauung gehemmt. Durch körperliche Betätigung – beispielsweise Flucht oder Angriff – werden Stresshormone auf körperlicher Ebene wieder abgebaut. Dauerstress im Alltag erzeugt jedoch ständig eine körperliche Reaktion auf vermeintliche Gefahren. Das Schädliche daran ist, dass meist kein körperlicher Ausgleich in Form von Bewegung stattfindet und somit keine Entspannung erfolgt.

Kopfschmerzen als Folge von Stress

„Bei Patienten, die zu Spannungskopfschmerzen neigen, lösen Stresssituationen die Kopfschmerzen häufig erst aus oder verstärken sie noch", sagt Dr. Jens Kuhn, Facharzt für Neurologie an der Universitätsklinik Köln. Ein weiterer Aspekt ist, dass Spannungskopfschmerzen häufig mit Muskelverspannungen im Schulter- und Nackenbereich verbunden sind. Diese entstehen unter anderem durch monotone Körperhaltungen unter Stress, zum Beispiel beim Arbeiten unter Zeitdruck am Computer oder bei langen Autofahrten im Stau. Anhaltende muskuläre Verspannungen können durch die Ausbildung eines so genannten Schmerzgedächtnisses sogar zu einer dauerhaft erhöhten Schmerzempfindlichkeit führen. Ein solch chronischer Schmerz ist ein weiterer Stressfaktor – eine Schmerz-Stress-Spirale entsteht.

Autor: Lifeline Redaktion
Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2012

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